Zusammenfassung:
Ein Mann ermordet seine untreue Frau. Zwei Jungen gehen heimlich in den Keller ihrer Schule.
Eine Frau sucht ihren verschwundenen Mann. Diese scheinbar zusammenhanglosen Ereignisse verdichten sich zu einem Thriller um verdrängte Ängste…
Hi Hartmut,
der Film ist dir sehr gelungen. Bei 17:50h finde ich klasse das der Junge aufeinmal das Handy in der Hand hat. =)
Der Schnitt und die Erzählweise bauen gut den Spannungsbogen auf und man ist interessiert wie es weitergeht. Es ist trotz der Zeitsprünge leicht zu verstehen - was mir gut gefällt.
Jedoch sind zwei Dinge die mich persönlich etwas stören. Der Anfang mit dem Mörder hat mich etwas abgeschreckt den gesamten Film zu schauen, hab es doch getan und bin jetzt froh drüber. Die andere Szene war bei 18:15 - aber das ist wohl Geschmacksache!
Gruß
ferd
13:44
Hallo Hartmut
wirklich gelungener Film!
Schön, wie zu Beginn noch nicht klar ist, wie die Handlungsstränge miteinander zusammenhängen, was dann wie ferd schon erwähnt hat trotz der eigentlich komplexen Zeitlage gut zu verstehen ist. Sehr stimmige Atmosphäre (und Look) und guter Spannungsaufbau! Schön auch die Arbeit mit Nahaufnahmen.
Der Moment mit dem Handy hat mich zuerst mal kurz irritiert, er passt aber sehr gut und verstärkt die Wirkung. Gewisse Zuschauer könnte es aber auch zu sehr aus der Bahn werfen.
Ansonsten ein paar Kleinigkeiten:
- Dialoge teil etwas "unnötig". ZB der junge Daniel "Schau mal, da hängt ein Schlüsselbund". Dass das ein Schlüsselbund ist sehe ich selbst ;-) Ich hätte einfach "Schau mal!" natürlicher gefunden
- Die Einführung von Daniels Frau (also ihre Geistesabwesenheit und die angedeuteten Spannungen zu ihrem Mann) wurde irgendwie nicht mehr aufgegriffen
- Das Messer wirkte etwas "aufgesetzt"; es wirkte etwas seltsam, es so ganz ohne Befürchtung einer Bedrohung (Schulhauskeller sind "normalerweise" nicht so, dass man sich gleich bedroht fühlen müsste - evtl hätte da noch etwas Exposition für Klärung gesorgt) hervorzuholen. Und ich stelle es mir unbequem vor, ein Messer so offen in der Tasche zu haben (oder hab' ich das Aufklappen verpasst?).
- Die Erzählung vom Vater am Telefon kam etwas "aufgesagt" rüber
- Bei 18:50 sieht man das Mikro an den Rohren
Aber das ist jammern auf hohem Niveau - der Film hat mir wie gesagt sehr gut gefallen. Auch Kleinigkeiten wie der Moment im Schulhaus "was wollen wir hier, sind doch eh fast täglich schon hier" haben schön zur Auflockerung beigetragen. Die Darsteller haben mir bis auf den einen oder anderen etwas "hölzernen" Augenblick sehr gut gefallen. Grade der junge Daniel bringt die Anspannung/Angst sehr schön rüber. Stimmig auch die Musik - toll, dass Du die selbst gemacht hast!
Gibt es eine Möglichkeit, den Film auf DVD (oder sogar Bluray) zu beziehen? [Und wie sieht's diesbezüglich mit "Salkins Schwert" aus? Der ist ja auch von Dir und interessiert mich schon länger - die Website mach da sehr neugierig...]
Weiter so!
-- Volker
22:21
Hallo ferd und Volker,
danke für euer Feedback. Ja, mit der Mord Szene am Anfang bin ich auch nicht so glücklich. Würde das beim nächsten mal anders drehen.
Zu dem Messer: das ist so ein Fahrtenmesser wie ich es früher auch hatte. Wenn ich als Kind irgendwo Angst hatte, dann hab ich es auch in die Hand genommen - auch ohne eine reale Gefahr. Das fiel mir beim schreiben des Drehbuchs wieder ein.
Ja, ich könnte eine DVD des Films anfertigen. BluRay sollte auch gehen.
Salkins Schwert will ich demnächst auch online stellen. Ich poste das dann hier.
LG
Hartmut
10:14
Mir hat er auch gut gefallen, trotz der "Länge" hab ich ihn komplett geschaut. Die Handlungsstränge sind schön elegant miteinander verzahnt.
Eine Sache hat mich etwas rausgeholt, wenn man den Mann an seinen Rechner gehen sieht, hat er keine Kravatte mehr und ein anderes Hemd. Ich dachte erst an einen Anschlussfehler, aber er wird sich was bequemeres angezogen haben. Da der Schnitt aber von "rein in die Tür" zu "raus aus der Tür" ist, suggeriert das eine zusammenhängende Abfolge. Evtl. würde schon ein Schnittbild helfen, Nahaufnahme wie er sich die Kravatte abmacht oder so. Aber nicht wild.
Musik hat mir auch sehr gut gefallen.
Und dass die Frau am Schluss ein "lebensfroheres" Bild malt. Das finde ich filmisch. Wirkt unterschwellig, transportiert Emotion.
Der Schluss war für mich nicht ganz rund, die letzte Szene hätte ich ggf. weggelassen oder etwas verändert, es gibt für mich da keine richtige emotionale Auslösung.
FSK 16 ist in der Tat bischen albern :)
21:30
Mir fällt grad auf, was ich mit "Länge" meinte, ist missverständlich. Ich meinte nicht, dass ich den Film trotz Längen, die, wenn vorhanden, mir nicht so negativ aufgefallen sind, geschaut habe, sondern die Länge ist absolut gesehen kein Snack für Zwischendrin. Es sind zwar nur knapp 20 Minuten, aber wenn man die online "opfert", dann müssen die ersten 2-12 Minuten schonmal gut funktionieren.
13:30
Hallo Hartmut,
hmm... ich hab ihn auch bis zum Schluß geguckt und finde ihn 'solide'.
Was mir sehr gut gefällt: Der Look, der Aufbau der Geschichte, überwiegend auch die Schauspieler. Der Daniel erinnert mich übrigens irgendwie an Donnersmark. :-D Die Musik ist super und ja - eine solide Arbeit.
Warum ich ihn aber nicht überragend finde?
- Die Dialoge finde ich durchwegs mäßig, bis schlecht. Kaum Subtext, wenig Emotion, zumeist 1-1-Aussagen. Ok, schlecht ist etwas zu hart formuliert - aber eben wenig authentische Dialoge.
- Die Mordszene ist dir nicht wirklich gelungen. Schon mal mit dem Gedanken gespielt, diese Szene komplett zu streichen? Das würde den Spannungsbogen anheben, da man sich fragt, was der Junge im Keller gesehen haben könnte. So kann man es sich ja denken.
- Die Szenen der beiden Daniels nachdem sie die Leiche gesehen haben - das ist mir zu wenig spektakulär. Die setzen sich einfach in die Ecke und warten.
- Insgesamt könnte man den Film noch straffen.
Aber wie gesagt: Dein Film bietet keine schlechte Unterhaltung. Mit den Mitteln, die Indie-Filmemachern zur Verfügung stehen, ist das schon gut gemacht. Ich bin auf jeden fall neugierig auf deine Arbeiten geworden!
Grüße
Quidam
08:34
Hallo olipool und Quidam,
danke für eure Feedbacks. Es hilft immer, wenn auf einzelne Aspekte eingegangen wird.
Interessanterweise gibt es Momente im Film, die der eine gut findet und der andere gerade nicht.
Aber euer Lob und Kritik geben mir eine gute Orientierung für das nächste Projekt.
LG
Hartmut
19:40