Joined: 13 Feb 2005 Posts: 210 Location: Luxembourg
35mm film casette für photography
Hallo,
ich bin daran interessiert mir eine 35mm movie-film kasette (wie zB kodak vision3) zu kaufen um sie für spiegelreflex photography zu verwenden. Ich will mehr erfahrung mit dem medium 35mm sammlen. Vielleicht auch die eine oder andere kasette schwarz/weiss benutzen um selbst zu belichten.
Kann mir jemand darüber paar tips geben. Wie bekomme ich den film in die kamera? Was brauche ich dazu? Was muss ich dazu alles beachten und ist die idee im prinzip überhaupt gut ?
Joined: 03 Nov 2001 Posts: 368 Location: Deutschland
Wende dich diesbezüglich mal an ein Kopierwerk. Normale Fotolabore können 35mm-(Kino)Film leider nicht entwickeln. Aber warum willst du unbedingt einen Vision 3 wenn du Erfahrung mit analogem Film sammeln möchtest? Nimm doch einfach normale Fotofilme!
Joined: 13 Feb 2005 Posts: 210 Location: Luxembourg
ich will mit verschiedenen movie-filme günstig experiemtieren können, dazu eigennet sich still-photography doch sehr gut. Ich würde diese erfahrungen später gerne als DoP im film einfliessen lassen.
Hmm jetzt hab ich auch zweifel op ich schwarz/weiss cinema-film selbst entwickeln könnte mit gebräuchlichen chemicalien.
Kann auch dies bezüglich mir einer paar tips geben?
Joined: 14 Nov 2001 Posts: 790 Location: Deutschland
der unterschied zwischen vision-material und den gängigen fotofilm-sorten ist in der praxis total vernachlässigbar. Würde sogar behaupten dass du im Foto-Bereich sogar eher noch mehr auswahl zwischen material mit verschiedenen charakteristiken hast als beim film....
Schön zum rumexperimentieren mit belichtung fand ich immer die TMAX sorten von kodak....(schwarz weiss, feinkörnig)
Es ist äußerst umständlich und gar nicht notwendig 35mm Kinofilm in eine analoge Spiegelreflexkamera zu packen.
35mm-Cinefilm wie den Kodak Vision3 gibt es ab Längen von 61 Metern. Das entspricht etwa 1600 Kleinbildaufnahmen. Zum Fotographieren muss man die Rolle also in der Dunkelkammer umständlich in leere Kleinbildpatronen umspulen.
Cinefilm besitzt eine etwas andere Perforation als Kleinbildfilm, was in der Praxis aber keine großen Probleme machen dürfte. Von der Bildcharakteristik unterscheiden sich- Cine und üblicher Negativ-Kleinbildfilm kaum.
Auf der Rückseite von Cinefilm ist eine Schutzschicht, die vor dem Entwickeln entfernt werden muss, da sonst normale Entwickler für Kleinbildfilm stark verschmutzt werden. Zwar wird Cinefilm im ECN2-Prozess entwickelt und Kleinbildfilm im C41-Prozess, doch aus eigenen Experimenten weiß ich, dass ein in C41 entwickelter Cinefilm ordentliche Bilder ergibt.
Auch die Hoffnung, dass man mit Cinefilm günstiger fotographieren kann muss ich zerschlagen. Die Meterpreise von Cinefilm sind verglichen mit Kleinbildfilm am oberen Ende des Angebots angesiedelt.
Joined: 13 Feb 2005 Posts: 210 Location: Luxembourg
Hallo,
ich danke euch für euren Rat.
Ich denke dass ich es dann besser bleiben lasse und mit gängigen foto filme weiterarbeiten werde. Es sei denn natürlich ich bekomme paar short-ends. Mit 2 meter könnte kaum jemand was anfangen ausser man würde es für stills benutzen also müsste man die doch extrem günstig bekommen können.
Die Schutzschicht läßt sich mit einer Natronlauge mit Tensidzusätzen recht leicht entfernen. In der Kodakspezifikation ist noch Borax aufgeführt, aber das bekommt man nicht so leicht und benötigt man auch nicht wirklich. Im übrigen lößt sich die Schicht nicht von alleine auf. Man muss den Film noch mechanisch mit einer art Gummi-Mob von hinten sauber wedeln. Fotolabore machen das nicht, aber die Kopierwerke für Kinofilm tun das, weil es so im Prozess spezifiziert ist.