Joined: 20 Jun 2006 Posts: 912 Location: Bremgarten _________________ Wenn die Menschen nur über Dinge reden würden, von denen sie etwas verstehen - das Schweigen wäre bedrückend!
Robert Lembke
hmm na ja...also geschichte ist ja nicht gerade der ober hammer..aber gut iser ja...die schauspieler gefallen mir nicht sie wirken nicht, vorallem die blonde...und der typ im auto...und die texte sind so inhaltslos...na ja aber easy für heloween immer hin schöne effekte;)
Also fürn Halloween Spetzial find ich den recht witzig.
Aber für einen ernst zu nehmenden Film von der Filmakademie ist er einfach zu wenig. Bei der grossen Crew und den vielen Sponsoren hätte man ein wenig mehr erwarten können.
Die Disco sachen gefallen mir echt sogar noch richtig gut. Aber dann wenn dieser schlechte Brüll Ton FX kommt gehts leider bisl bergab. In Geschichte und vor allem in Continuity. Auch technisch ein paar ungereimtheiten, haben eure 8 Beleuchter nicht gemerkt das Lena extrem dunkel und ihre Freundin TOTAL hell im Auto belechtet waren?
Aber gut. Ist ja von 2002 sehe ich gerade. Da war das alles auch noch anders.
Site Admin Joined: 23 Oct 2001 Posts: 4704 Location: Deutschland
Was noch interessant zu erwähnen ist - das ist ein Filmaka-Film aus "Regie 2" - (von denen wir in Zukunft hoffentlich noch einige zeigen können, weil so langsam die Aufführungsrechte wieder an die Macher zurückfallen) und Regie 2 hat die Besonderheit, dass der komplette Film auf - tataa - Film hergestellt werden muss. D.h.: Nix AVID, Finalcut, Premiere, nix digitale Bildbearbeitung (die Titel hier und einige Slowmos sind nachträglich draufgekommen für den "Director´s Cut"), Abspann vom Monitor abgefilmt, alles mit Schere und Kleber von Filmbild zu Filmbild geschnitten, Effekte in-camera - sprich: die meisten Möglichkeiten, die wir alle beim Filmemachen so schätzen sind um des Lerneffekts willen nicht einsetzbar gewesen.
Mir macht Homerun einfach immer wieder Spaß, ich mag die Bilder, die Musik, den schräg-apathischen Stil und Alma sowieso.
Joined: 22 Dec 2001 Posts: 1201 Location: Deutschland
Also ich muss sagen, das ich relativ enttäuscht gewesen bin. Der ganze Film hat null Atmosphäre, schlechtes Timing, die Charaktere sind total lieblos und voll von Cliches und die Horrorszenen sind auch schlecht inszeniert und all das hat nix mit dem auf Film drehen zu tun.
Hab soeben den Film geguckt und konnte nicht umhin , meinen Senf dazu abzugeben.
Zu allererst: RESPEKT an die Macher. Sich an einen Horrorfim (die Koenigskategorie neben der Komoedie) zu wagen erfordert schonmal ne Menge Mut.
Genau da faengt aber auch schon meine Kritik an: nen Horrorfilm machen kann jeder, aber um nen FUNKTIONIERENDEN Horrorfilm zu machen, muss man schon was drauf haben. Oder wie es John Carpenter mal so passend ausdrueckte: "Comedies and HorrorFilms are the hardest to make."
Wieso? Wel diese beiden Genres ihre Faszination durch das Spiel mit Emotionen ausueben. Jeder Mensch ist anders gestrickt, dementsprechend gilt es, einen gemeinsamen Nenner zu finden - sei es ein universell funktionierender Humor oder eine kollektive Angst.
In diesem Film funktioniert so gut wie NICHTS, was einen guten Horrorfilm ausmacht. Hier mal eine kleine Auflistung von Dingen, welche nicht beachtet wurden mit Referenzen zu Filmen welche diese Dinge perfekt darstellen:
1. Hauptproblem SCRIPT:
Thema
Schonmal der erste Fehler. Vampire? Dieses Thema wurde so oft ausgebeutet und romantisiert, dass schon mal keine Angst aufkommen kann.. es gibt so viele andere legendaere Horrorwesen, die weitaus mehr Interpretationsmoeglichkeiten bieten im visuellen und erzaehlerischen Bereich. Und selbst wenn man schon die allseits beliebten Blutsauger auspacken MUSS sollte man wenigstens einen originellen Blickpunkt auf das Thema vorweisen koennen.
Referenz: Near Dark ------------------------------------------------------------------------------------------------- Identifikationspersonen
Schon mal nicht vorhanden... Die Charaktere als eindimensional zu bezeichnen waere schonmal eine Untertreibung. Es entsteht weder Sympathie noch Abscheu gegeueber den agierenden Protagonisten. Wer sind diese Leute?!?!? Welche Wuensche, Aengste und Ambitionen haben sie? Im grossen und ganzen sind mir diese Leute scheissegal. Ich habe keinerlei emotionalen Bezug zu ihnen, also ist mein Interesse ihrem Schicksal gegenueber schon mal nicht existent.
Das typische Cliche.. Der seit Blade obligatorische Club am Anfang, die Hauptprotagonistin, die sich in den falschen Mann verguckt (Wieso eigentlich?!?!?! Der Typ hatte null Charisma!), Typ entpuppt sich als Blutsauger, blah blah blah, ad infinitum ad nauseam...
Referenz: Salems Lot (2002), Near Dark ------------------------------------------------------------------------------------------------- Spannungsbogen
Der Film duempelt vor sich hin, es gibt keine herausstechenden Ereignisse, keine emotionalen Hoehepunkte. Das von der Grundidee ausgehende, potentielle Drama wird vollkommen ausser Acht gelassen.
Referenz: The Thing (1982) -------------------------------------------------------------------------------------------------
2.Hauptproblem INSZENIERUNG:
Bild
Stimmungsvolle Bilder zu erzeugen ist eine Herausforderung, aber selbst ohne Computerunterstuetzeung zu bewaeltigen.. die Ausleuchtung ist bei Horrorfilmen das A und O im visuellen Bereich. Das Spiel mit Licht und Schatten is ein effektives Mittel, um die kollektive Urangst vor der Dunkelheit (dem potentiell vorhandenen Unheil im nicht sichtbaren Bereich) anzusprechen. Der Film hier verschenkt diese Chance durch sehr ungluecklich gesetzte, nicht konsistente Beleuchtung. Die Kamera tut ihr uebriges.. keine gewagten oder gar interresant gesetzten Winkel. Standardarbeit nach Schema F... bloss nicht vom Protokoll abweichen... Schade.
Referenz: Halloween, Alien, The Fog (1980), Nosferatu -------------------------------------------------------------------------------------------------- Regie
Bin da kein Profi, aber sollte der Regisseur nicht ein ungefaehres Bild vom Endprodukt haben, genaue Anweisungen geben, wie man dieses Ziel erreicht und Cast und Crew dazu motivieren, ihr bestes zu geben? Das kommt in diesem Machwerk nicht rueber. Alles was ich sehe sind lieblos heruntergeratterte Szenen mit einer schemenhaften Direktion. Wahrscheinlich ist der Film (deutlich merkbar) unter extremem Zeitdruck enstanden...
Referenz: The Thing (1982), Alien ------------------------------------------------------------------------------------------------- Schauspiel
"Das Script definiert den Charakter, der Schauspieler haucht ihm Leben ein". Leider nicht hier: lethargische, hoelzerne Darstellungen. Hatten die Schauspieler eigentlich LUST diesen Film zu machen oder wurden sie in ihre Rollen gezwungen?
Referenz: The Hitcher (1986), The Dead Zone (1983) ------------------------------------------------------------------------------------------------- Schnitt
Zwar focussiert, aber keine Dynamik. Hier wurde das Rohmaterial einfach gesichtet, die passensten Takes wurden ausgewaehlt und aneinandergereiht. Gut gesetzte Schnitte koennen selbst aus schlechten Szenen noch etwas herausholen, das Storytelling kritisch beeinflussen und die Spannung wenn noetig abflauen lassen oder steigern. Wieder eine verschenkte Chance...
Referenz: The Hitcher (1986), The Serpent and the Rainbow ------------------------------------------------------------------------------------------------- Sound
Das mit Abstand ALLERWICHTIGSTE bei einem Horrorfilm. John Carpenter z.B. BASIERT seine Filme auf dem Soundesign. Ein gut gemachter Score kann die Grundstimmung einer Szene vollkommen veraendern (Beispiel "Scary Mary Poppins"), Soundeffekte koennen unheilvolle Dinge implizieren, absolute Stille kann schreckliche Vermutungen aufkommen lassen. Horrorfilme sollen Uraengste in uns wecken. Der Beste Weg dies zu tun ist an Urinstinkte zu appelieren wie z.B. der Angst vor unbekannten Geraeuschen. "Ich kann es nicht sehen, aber ich kann es schon hoeren! Was ist das? Schaue ich nach oder gehe ich auf Nummer sicher und fliehe so schnell ich kann?". Je bedrohlicher, je surrealer das Geraeusch, desto groesser die Angst, je stimmungsvoller, je unheimlicher die Musik desto groesser die Spannung.
Was wird mir hier geboten? Sakraltechnogothicrock (ein Cliche das NIEMALS funktioniert hat und NIEMALS funktionieren wird), phantasieloses, schlecht getimetes Sounddesign und horrende Dialekte.
Referenz: Ringu, Alien, so ziemlich alle guten Filme von John Carpenter, Scary Mary Poppins -------------------------------------------------------------------------------------------------
Fazit: egal wie man es dreht und wendet.. diese 18 Minuten waren Zeitverschwendung. Die beteiligten Studenten haetten sich lieber an ein anderes, weniger komplexes Thema/Genre wagen sollen. Handwerklich solider Durchschnitt ist besser im Bereich "Harmloses Beziehungsdrama in 2-Zimmerwohnung" aufgehoben.
Joined: 11 Jan 2002 Posts: 2563 Location: Duitsland
"Wel diese beiden Genres ihre Faszination durch das Spiel mit Emotionen ausueben."
Gilt das nicht für alle Filme? Ich denke, das besondere bei Horror und Comedy (und Pornos) ist doch, dass ich ein bisschen direkter sehen kann, ob der Film funktioniert. Lacht das Publikum, hat die Pointe gesessen. Wenn nicht dann eben nicht. Schreit und stöhnt das Publikum bei Horror oder Porno, dann funktioniert die Szene.
Ein wichtiger Grund für mich ins Kino zu gehen, ist aber bei allen Genres, dass ich emotional mitgenommen werden möchte. Ein Film der nicht berührt ist doch doof, oder nicht?
@olipool Ja immerhin......Ja man muss die ganzen sachen ja schon GANZ sehen. Sind ja fast alls nur ausschnitte.
Und Joe wurd mir WEBCAM gemacht...da kommt nich mehr viel.
Nochmal zu dem Film.... Wurde der jetzt wie beschrieben auch innerhalb von 2 Jahren gemacht? Wäre ganz schön krass lang für knappe 20 minuten, oder nicht?
Was mich interessieren würde, was habt ihr der Polizei gegeben, dass die ein Auto bereitgestellt haben? Und dazu noch mit Blaulicht, oder war das animiert. Ich frage, weil ich demnächst auch ein Polizeiauto brauche.
Joined: 22 Nov 2001 Posts: 873 Location: Stuttgart
ich hab schon öfters bei drehs mit der polizei gedreht, das is meistens garkein problem ein paar nette gespräche und denen ein drehbuch zukommen lassen oder die story ausführlich erzählen und als nobudget amateur filmer, schülerfilmer oder filmstudent haste nen haufen polizisten mit autos an der hand :)
ab ner gewissen größe des projektes fliessen dabei dann natürlich auch gelder.
aber wenns dir erstmal nur darum geht OB die überhaupt mitmachen: kalr. nur mal mit denen reden. es gibt bei der polizei auch immer direkte ansprechpartner für "medien"