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Dentophobia MO
» Dentophobia
daniel, 07.07.07 15:44
» Dentophobia MO
daniel, 07.07.07 16:12
Zahnarzt, Stuntmen, VFX - und jede Menge Initiative!

Making Of "Dentophobia"


"Vielen Dank und auf Wiedersehen!", das sind die kurzen Worte die die freundliche Sekretärin an der Filmakademie Ludwigsburg zu mir sagt, nachdem ich ihr die zwei (sicher ist sicher) Kopien meines 72h Films in die Hand drücke. Danach geht’s ab nach draußen, wo die große Leere auf mich wartet. Ok noch nicht ganz, die so genannte Präsentation der Prüfungsaufgabe steht mir in zwei Tagen noch bevor und danach heißt es noch mal mindestens eine Woche auf den Antwortbrief warten. So lange bleibt mir jetzt nichts weiter zu tun als bangen und hoffen. Ein furchtbares Gefühl der Hilflosigkeit überfällt mich, schließlich ist man es als Filmschaffender Workaholic ja irgendwie gewohnt, stets noch irgendwas planen, schreiben, organisieren zu müssen.


 

 

Doch immerhin ist hier die absolute Hochburg der Hackermovies-Jünger. Mindestens acht User habe ich in zwei Tagen jetzt schon kennenlernen dürfen und spätestens als ich von Peter "Psychodad" Hacker zu Unexpected geschleppt werde, wo noch mehr HMler ihr Dasein fristen, weiß ich, warum das Forum so sympathisch ist, wie wir es kennen und lieben. Anmerkung: Jeder zweite Bewerber liest bei HM mit ;)
Doch zu all dem wäre es nicht gekommen ohne meinen Bewerbungsfilm "Dentophobia".
Oder ich hole besser noch weiter aus, zu meiner Person:
Ich bin 20 Jahre alt, aus Wuppertal, mache Filme seit meinem 15. Lebensjahr (Alles begann mit Starwars Fanfilmchen – Danke, George!) und es gibt für mich glaube ich keine echte Berufsalternative zum Filmemachen. Soweit so gut.
"Als ich acht war, da ist mir mal ein Zahn in den Hals gefallen und der Arzt hat mir gleich noch den nächsten gezogen, ich war nicht mal betäubt!!" Diese Zeile ist autobiographisch und beschreibt somit recht prägnant, wie mir die Idee zu dem Kurzfilm kam. Eines Nachts im August auf der Suche nach einer zündenden und vor allem visuell fetten Idee sprang dann auch der Funke über und das Drehbuch wurde schnell heruntergetippt. Günstigerweise hatte ich bereits im Juni begonnen, mir Gedanken über meinen Bewerbungsfilm für die Filmhochschule zu machen und mir daneben schon mal die eine oder andere Stunde in die Organisation investiert. Filmförderung war schon beantragt und genehmigt worden und das Team stand auch bereit.


 

 

Was für ein Team? Das beste Amateurfilmteam der Welt! ;) Durch die zeitliche Nähe zum Abitur konnte ich noch die letzte Restmotivation mitnehmen die noch von unseren Projekten rund um die "Letzter Schultag-Show" vorhanden war und hatte so schon mal die Positionen "Produktion", "Regieassistenz", "Ton" und "Ausstattung" besetzt. Für Kamera kam natürlich niemand anderer als mein guter Kumpel Pana Costoglou, der meine Projekte schon seit drei Jahren begleitet, in Frage. Optische Hochwertigkeit war somit garantiert, da Pana bereits für den Deutschen Kamerapreis nominiert war und wir 100% auf einer Wellenlänge sind, wenn es darum geht, was wir gerne selbst im Kino sehen möchten. Wir würden Stunts brauchen, also rief ich meinen befreundeten Stuntman aus Berlin, Alister Mazzotti an, der auch gleich euphorisch seine Hilfe zusagte. Grip und was sonst noch so anfiel, wurde unter Schulfreunden verteilt. Fantastisch, fehlen ja nur noch 60 Komparsen und deren Kostüme.


 



 

 

Doch es ist erstaunlich, wie viele Leute zu begeistern sind, wenn es um Film geht und so kam es, dass nach einer kleinen Zeitungsanzeige die potentiellen Zahnärzte gleich dutzendweise bei uns anriefen. Die andere hälfte der Ärzte bestand wiederum aus meiner halben Jahrgangsstufe. Kostüme von Ebay und aus dem Krankenhaus, Locations ganz altmodisch per pedes gescoutet (Und sogar einen Tipp von Tom Tykwer verwurstet, hehe). Hauptdarsteller Uli Brandhoff begleitet mich bereits seit zwei Jahren, ich machte seine Bekanntschaft damals am Jugendtheater der Stadt. "The German Nazi Arzt Dr. Hangst" wurde erst am Abend vor dem Dreh durch puren Zufall und aus Verzweiflung von uns sozusagen auf der Straße gecastet. Super, dann hätte der Dreh ja losgehen können, wäre da nicht noch immer dieses winzige Problem gewesen, dass Final Cut am Tag vor Drehbeginn immer noch nichts mit dem 720p25 Format aus der HVX200 anzufangen wusste. Naja egal, wir drehen einfach mal drauf los, die werden das Update schon noch bringen denkt man sich.

Die Nacht vor dem Drehbeginn: Ein Wunder: Apple released extra für uns, wie es scheint, das lang ersehnte Update für Final Cut, was uns den HD Schnitt im gewünschten Format ermöglichen soll. Also kann’s losgehen, Pana und ich als Technikfreaks sind auf den P2-Workflow gespannt. Wahrscheinlich gehören wir zu den ersten, die in den Genuss kommen, die komplette Produktionspipeline ausprobieren zu können. Ein paar Worte zur Technik:
Wir mieteten die Geräte nach Verhandlungen zum halben Preis von Camcar in Köln, vom Medienprojekt Wuppertal und von einem ominösen Laden aus Leipzig von dem ihr besser die Finger lasst, denn im Nachhinein wurden wir der Displaybeschädigung an der Kamera bezichtigt. Wohl eine Masche um die niedrigen Mietpreise zu refinanzieren.
Für die Lichttechnik (Zwei 4kWs, Zwei 2kWs, Dedolights, 1x Kinoflo, 3x 800W) mussten wir keinen Cent bezahlen, hatten wir doch gerade erst einen Imagefilm für die sehr entgegenkommende Eventtechnik Firma "Lleyendecker" in Barcelona abgedreht. Licht haben wir sowieso nur im Café eingesetzt, was uns draußen allerdings später auch fast zum Verhängnis geworden wäre. Naja, war eben keine Zeit für. Als Dolly musste die 20 €/Tag Skateboard Variante von CamCar herhalten, eine kleine Filmproduktion lieh uns ihren ABC Leichtkran und mein PS Mini35 Adapter durfte natürlich vor der Kamera keinesfalls fehlen. (Verbundstück an die HVX200 sponsored by PS Technik).

Das war leider immer noch trotz des ganzen Entgegenkommens alles ziemlich teuer, aber nichts im Vergleich zum Catering. Das machte mit 1500 € den größten Batzen im Budget aus. Wenn man schon niemandem was für seine harte Arbeit bezahlt, sollte wenigstens die Moral durch leckeres zu Futtern aufrecht erhalten werden, das lernte ich bereits in der Vergangenheit des Öfteren. Zusammen mit der Ausstattung und allem Kram der noch anfiel (Stuntleute mal einen Tag zum Planen aus Berlin einfliegen und solche Späßchen) verschlang der kurze Film so insgesamt 4500 €. Der Dreh selbst geht überraschend glatt über die Bühne, abgesehen vom letzten Tag, als uns wirklich das Licht abhaut und dann auch noch Regen einsetzt. Nach langer Unterbrechung und ein bisschen Panik drehen wir das Ende im Stockdunkeln. Die Aufnahmen müssen später derart aufgehellt werden, dass es nicht mehr feierlich ist.


 

 

Da ich mich eher für einen visuell veranlagten Regisseur halte, spreche ich mich extrem gründlich mit meinem Kameramann ab. Dank Storyboards und genauer Planung in Einstellungslisten, die ich mit Kameramann Pana C. erarbeitete, wurde im Allgemeinen vieles vereinfacht. Zu diesem Zweck haben wir uns angewöhnt, die Shotlist ein paar Wochen im Voraus direkt am Drehort zu machen. Der Storyboarder ist dabei und macht sich Fotos und Skizzen um das dann später umzusetzen. Bei der Suche nach den Locations half uns ein professioneller Locationscout (Freundschaftspreis ;) )
Zu den Charakteren im Film habe ich mir Rollenprofile angelegt und diese in zwei Proben vor Drehbeginn mit den Darstellern besprochen. Es war mir wichtig, dass in dem Film sowohl Schauspielführung, Organisation als auch visuelles Denken sichtbar wird, gerade im Hinblick auf die spätere Bewerbung. Also ließ ich mir zunächst die Dialoge von den Darstellern vorlesen um zu sehen, wie sie damit umgingen und was sie mir anböten. Anschließend erklärte ich Ihnen, was mir gefiel, was eher weniger, wie ich mir die Szene vorstellte und so weiter. "Ich denke dein Charakter würde jetzt vielleicht eher angewidert sein", wäre so eine typische Anweisung. Wir notierten uns gemeinsam, wie die Schauspieler den Text umgangssprachlich lasen. Ich bestehe selten auf Textgenauigkeit, da ich meine Fähigkeiten zum Dialogschreiben als nicht gerade brillant einschätze.
Zum Abschluss nahm ich die Probe mit einer DV Kamera mehrmals zu Analysezwecken auf und probierte bei der Gelegenheit direkt schon mal ein paar perspektivische Sachen aus, die ich vorhatte (krasse Weitwinkelaufnahmen ultranah am Gesicht etc.). All das fand "im Trockenen" in einem Büro statt. Jedoch brauchten wir alle so am Drehort "nur noch" das ca. eine Woche vorher bereits Geprobte abzurufen.

Kurze Zwischenbemerkung (zur Zeit des Schreibens) - Juhu, ich wurde an der Filmaka angenommen!! :)

Nun wieder zur Sache:
Für die Action fahren die Stuntleute schweres Geschütz auf und inszenieren für uns mehrere "flying Wire" Aufnahmen. Hauptdarsteller Uli B. fällt höchstpersönlich 10 Meter von einer Brücke in die Tiefe und wirbelt wie ein Flummi durch die Luft. Vorsichtshalber informierten wir das Wuppertaler Presseamt über unser Drehvorhaben und dieses setzte die Polizei in Kenntnis, so dass keine aufgebrachten Anwohner unser Unternehmen stören könnten. Eine Drehgenehmigung im Sinne einer Erlaubnis, eine Straße absperren zu dürfen, besaßen wir nicht. Dies war aber auch nicht erforderlich, wer sollte uns schließlich außer der Polizei ans Leder wollen und die waren ja im Bilde. Selten mussten sich ein paar Leute vom Team mit Warnwesten an den Straßenrand stellen und Passanten blocken. Eine undankbare aber äußerst effektive Maßnahme. Eine Drehgenehmigung hätte ich gerne gehabt um die PKW von den Straßenrändern umparken zu lassen, jedoch dürfte selbstverständlich sein, dass die Kosten unbezahlbar waren. Wir hatten allerdings auch wirklich absolut keine Probleme diesbezüglich. Im Gegenteil schlossen sich uns im Laufe des Drehs begeisterte Anwohner unserer Sache an, in dem sie entweder der Armee der Ärzte beitraten, oder uns Wasser/Strom/Toilette zur Verfügung stellten.

Ich kenne mich zwar mit After Effects aus, habe jedoch noch nie Seile retuschiert und wusste daher nicht so genau, worauf ich mich einlasse. Doch zum Glück hilft mir mein Praktikum bei der Postproduktionsschmiede DAS WERK in Düsseldorf, gleich nach Drehschluss, bei diesen Problemen enorm weiter. Fleißarbeit war es trotzdem, und zwar von der Sorte, die man nicht einmal seinem schlimmsten Feind an den Hals wünscht. Beim Dreh haben wir natürlich grundsätzlich verschlafen, Cleanplates zu drehen, was sich in der Post als echter Fluch entpuppt.


 

 


Noch ein paar Worte zum P2 Workflow mit der HVX200:
Man fühlt sich gleich ein bisschen wie hinter einer Filmkamera, wenn man immer nur 12 Minuten drehen kann, weil dann die Karte voll ist... Es wird gedreht, in der Zwischenzeit entlädt jemand (Man sollte wirklich eine Person dabei haben, die sich um fast nichts anderes kümmert) die volle Karte per Macbook und Kartenleser auf eine externe Platte und auf die Interne, zur Sicherheit. Abends werden Backups auf mindestens eine weitere externe Festplatte gemacht. Der Kameramann fühlt sich sowieso jedes mal schlecht, wenn er "Karte formatieren" in der Kamera drückt und sieht, wie alle Daten auf dem Stick ins Nirvana vaporisiert werden. "Haben wir auch tatsächlich ALLES gesichert? Funktioniert das auch WIRKLICH??" Für großes Ah und Oh sorgt dann aber abends der Moment, wenn man sämtliches Material direkt in voller Auflösung ohne lästiges Capturen betrachten kann. Und spätestens bei der echten 50% Zeitlupe, die wir fast für den gesamten Dreh über präventiv verwendet haben, möchte man einfach nur noch dahin schmelzen.
Der Ton wurde komplett auf eine Zweite DV Kamera aufgezeichnet, war jedoch leider kaum zu gebrauchen, so dass ab dem Zeitpunkt, wo Uli das Café verlässt, praktisch kein O-Ton mehr vorkommt.

Nachdem der fertige Film an die Filmakademie Ludwigsburg und die Kunsthochschule für Medien in Köln rausgeschickt wurde, kümmerten wir uns um die Premiere.
Wuppertals Kinomogul Detleff Bell konnte überzeugt werden, uns sein CinemaxX zur Verfügung zu stellen, Die Firma Fisher&Friends rückte mit schwerem HD DLP Projektionsgerät an. Per Voranmeldung registrierten sich 250 Personen in zwei Wochen, leider standen am Ende knapp 580 Gäste vor dem Kinosaal, der gar nicht so viele Menschen fassen konnte. Mit solch einem Erfolg hatte keiner von uns gerechnet. Der Film kam zusammen mit dem zusätzlichen Programm sehr gut an und wird jetzt an diverse Festivals verschickt. Und nebenbei hat er mir noch eine Einladung zur Aufnahmeprüfung in Ludwigsburg und den heiß ersehnten Studienplatz beschert. So gesehen müssen kindheitliche Traumata nicht immer schlecht sein …! ;)

Christoph Heimer
daniel
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07.07.07 22:05
gorilla_films
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Superspannender Bericht!

Allerdings auch krass, dass das mittlerweile die Standards für eine Aufnahme an der AK sind...

Kannst Du vielleicht auch noch ein paar Worte zu Deinem 72 Stunden Film schreiben? Den fand ich nämlich auch sehr gut, vor allem im Bezug auf die Kürze der Zeit.
08.07.07 02:53
Avenger
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Hmm, danke :)
Was möchtest du denn wissen zu dem 72h Film?
N Extra Bericht dazu wirds wohl kaum geben aber wenn Fragen bestehen...
08.07.07 12:43
Steffen
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Eine derartige Logistik aufzufahren ist natürlich NICHT standard oder vonnöten, um an der Filmaka eingeladen zu werden. Die wollen sehen, dass man inszenieren kann, mehr nicht. Wenn Du das mit zwei Leuten in einem Raum schaffst, wirst Du genauso eingeladen und hast Dir viele tausend EUR gespart. Aber die Erfahrung eines solchen Projektes .. hilft natürlich für die Zukunft. :)

Den 72h-Film - der auch verdammt geil ist - gibt es in Kürze bei uns zu sehen!

Gruß,
Steffen
09.07.07 15:44
olipool
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krass krass, das mit 20 jahren zu stemmen ist schon der hammer finde ich.

was ist denn aus den festivals geworden?
09.07.07 16:05
Boodehoo
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"Open your yapper one more time and I am going to architect a world of pain all over your candy ass. (Will Farell alias Larry - The Matrix Parody Architect)
auf jeden Fall krasse Aktion.
Bin ziemlich beeindruckt von der Leistung.
hast du auch die Produktion komplett übernommen?

Und den Preis von 4500€ zu stemmen als "angehender" Student ist auch nicht ohne.

Bin echt gespannt was in Zukunft von dir so kommt.

Beste Grüße aus Berlin

Paul
09.07.07 19:42
Avenger
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Die Produktion hat ein Kumpel von mir übernommen, den sie an der Filmaka leider abgelehnt haben, ziemlich kacke!

Festivals, noch garnichts, aber wir verschicken ihn auch erst jetzt so langsam. Wird erst nächstes Jahr spannend!
09.07.07 21:21
mactics
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ey, klasse film. echt super geworden aber ihr macht mir immer mehr angst vor meinen prüfungen..

Gruß, Marco
09.07.07 23:15
Avenger
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Man muss es ja nicht unbedingt so übertreiben, ein anderer Bewerber hatte nen Film sogar für 7000 € gedreht, auf 16mm etc, schein mir allerdings etwas monoton zu sein. Also kommt auf jeden fall auch stark auf den Inhalt an!
10.07.07 09:53
Psychodad
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jupp, zumal das keine prüfungsaufgabe war, sondern ein kurzfilm, der als bewerbungsfilm herangezogen wurde, also immer schön ruhig bleiben und weiter brav bewerben!! ;)
11.07.07 01:20
mactics
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.
ok, dann lass ich mal die kirche im dorf. aber mal so nebenbei, beim 10.ten mal ansehen ist mir aufgefallen,
dass du bei manchen szenen die eigentlich aus dem stand geschossen wurden (zum beispiel die brücke mit
dem compositing) eine leichte drehung eingefügt hast. sieht natürlich gut aus, aber warum genau machst du
das?

und so by the way... meine xl1s stammt aus der nähe der hochburg der HMler, CPP Studios, kennts jemand?
Überlege mir gerade dort mein Praktikum zu machen... dann will ich unseren psychodad aber auch mal auf
nen kaffee sehn ;)

Gruß, Marco
11.07.07 03:29
Avenger
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Hehe, gut beobachtet ;)

Das sind zwei Shots, einmal der auf der Brücke und der wo die Ärzte von zwei Seiten kommen relativ am Anfang.
Das ist ganz einfach weil die Bilder aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt wurden um dem abschließend mehr das Feeling von einer einzigen Aufnahme zu geben. Funktioniert hervorragend finde ich. Ist auch ein Trick den der Herr Rodriguez im Sin City making of erwähnt.
Die Brücke besteht z.b. aus 7 verschiedenen Aufnahmen mit Greenscreen etc...
Gibt da viele Effektschüsse die wahrscheinlich noch keiner bemerkt hat, ich musste auch Kranschatten rauspainten und bei der Aufnahme über die Brücke unten jede Menge Ärzte reinpappen,

Dem Schwarzen am Ende die zunge aus dem Mund beseiten, dem Mädel auf der Straße die Augen gerade richten, die vorbeirennenden Ärzte verfielfältigen etc...
11.07.07 07:59
Psychodad
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CPP studios? Wo genau sollen die ansässig sein? Sagt mir jetzt nichts... achja und kann ich Kaffee auch in Bier umtauschen?? ;)
11.07.07 19:20
mactics
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Joined: 06 Mar 2004
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Na da würde ich doch sagen, dass dir das richtig gut gelungen ist. Deine Korrekturen sind mir kein bisschen aufgefallen. =)
Du arbeitest am MAC, nicht? Welche Software hast du für den Film benutzt?

CPP Studios sind in Offenbach ( http://www.cppstudios.de/ ) - mist da hab ich jetzt frankfurt mit stuttgart verwechselt....
(prügelt mich später..) Machen aber mehr Event Sachen.. von daher such ich mir doch lieber was in Stuttgart.

Ich bin eigentlich voll zum Kaffee-Junkie geworden, aber gegen Bier & Weiber kann ich auch nichts sagen ;)
12.07.07 16:41
Tycoon
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Joined: 15 Mar 2004
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Wow! Echt sehr cooler und toll gemachter Film! Vorallem die Stunts sind eins A geworden! Lohnt sich wohl immer, wenn man da fähige Leute dabei hat.
Woher kanntest du denn die Stunt-Crew? Und die haben das auch für umsonst, also außer Spesen halt, gemacht?
Wieviel Drehtage hattet ihr denn?

Wir haben letztes Jahr übrigens auch einen "Zahnarztfilm" gedreht. Zwar ein etwas anderes Thema, aber irgendwie behandeln (<- Wortspiel!) dieses Filme ja meistens irgendwie eine ähnliche Story.
Unser Filmchen ist leider noch nicht fertig, aber einen ganz kurzen Teaser und einen kleinen making-of clip kannst du dir auf unserer Seite anschauen:
http://www.diamind-film.de/filme/zahnarzt/anschauen.htm

Grüße,
Max
25.07.07 11:18
olipool
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Joined: 09 Oct 2003
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Quote:
Das ist ganz einfach weil die Bilder aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt wurden um dem abschließend mehr das Feeling von einer einzigen Aufnahme zu geben. Funktioniert hervorragend finde ich.



Ich steh grad aufm Schlauch...könntest Du mir das nochmal näher erläutern bitte?
27.07.07 13:12
Avenger
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Na zum Beispiel an der Brücke, da haben wir die Kamera gelockt und die Ärzte sechs mal von verschiedenen Seiten anrennen lassen. Dann am Ende wurde das alles zu einem großen Bild zusammencomposed (Was megaätzende Arbeit war) und dann noch die Drehung drauf, so wirkt es wie eine Aufnahme.
30.07.07 13:51
Benni
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