Abseits des Obligatorischen

Cornelius Kappabani

Cornelius Kappabani

196 Beiträge seit Apr'11

Forum-Beitrag von Cornelius Kappabani am 03.12.2012
 ...
Keines

Beitags-Art: 
Tipp
Niveau: 
2 - Praxiserfahrung

Sicher, diesen post brauch niemand aber mir ist langweilig.
Kleine Vorstellungen von Filmen abseits des Obligatorischen. Da fragt man sich was denn *obligatorische* Filme sind wo doch eigentlich immer von Mainstream gesprochen wird. Überwiegend solche Werke denen man die Kalkulation ansehen kann, die natürlich Klischees bedienen, die Provozieren wollen aber wegen Blödheit und kleinkariertem Weltbild über das Predikat *das war ja Krass* nicht hinaus kommen, die Nachäffen was andere schon besser gemacht haben, die nachgeäfftes nachäffen und das für innovativ halten, die den Unterschied zwischen Spannung und Stress nicht kennen, eben Filme abseits des Lehrbuchs, der gut gemeinten Ratschläge, der obligatorischen Reception oder des "Guten" Filmemachens.

Ich sage, keiner von Hackermovies würde sich trauen oder auch nur für eine Sekunde auf die Idee kommen eine Vergewaltigungsszene 10 min am Stück laufen zu lassen und nicht einmal die Kameraposition zu wechseln oder zu schneiden. Gaspar Noe macht sowas einfach und ist damit abseits des obligatorischen. Keiner aus dem Forum würde einen 120 min Film drehen in dem maximal zwei Close-Ups vorkommen. Henry Hathaway ist sowas egal. Von den fast 700 original Filmen die ich selbst besitze halte ich ganze 12 und vier Filmemacher für abseits des Obligatorischen.
Bekannte Namen wie Quentin Tarantino, Tim Burton, David Cronenberg, Terry Gilliam und selbst meine hoch geschätzeten Akira Kurosawa, King Hu oder Howard Hawks gehören nicht dazu!

Wem also auch grad langweilig ist fühle sich eingeladen hier zu stöbern oder auch selbst Entdeckungen bekannt zu machen. Aber bitte, KEINE OBLIGATORISCHEN Sachen! ;)

Antworten

LA ANTENA
... ist ein semi Stummfilm (nur extrem wenige Gesprochene Worte) aus Argentinien über einen Bösewicht der den Menschen die Stimme geraubt hat, mit Ausnahme einer Sängerin die er jedoch entführt. Der Bösewicht Mr.TV ersetzt Sprache mit Bildern aus der Glotze. Nur wenige Menschen rappeln sich auf das Joch ab zu schütteln und Mr.TV das bekannte Handwerk zu legen.

La Antena reiht sich Problemlos in die Riege der expressionistischen Gruselklassiker aus Deutschland ein wobei La Antena noch wesentlich stärker mit Grafischen und Medialen Mitteln arbeitet und dadurch wundervolle Metaphern schafft. Wir sehen z.B. keinen Mund sondern im Gesicht hängt ein Bildschirm indem ein Mund spricht.
Stilistisch mutet La Antena leicht Comichaft an und erinnert an Frank Millers *Sin City* und *The Spirit*.










http://de.wikipedia.org/wiki/La_Antena

#1
03.12.12
01:03
Cornelius Kappabani
Cornelius Kappabani

Frag dich mal warum das kaum einer macht.

Alle 10 Jahre versucht wieder mal einer, das Rad neu zu erfinden - das Ergebnis ist meisten unanschaubar.
Bezeichnenderweise, sind das nicht absolute Meister ihres Metiers, die schon alles erreicht haben und Pflicht sowie Kür, lässig aus dem Ärmel heraus beherrschen, sondern Typen die kaum das handwerkliche Können mitbringen, auch nur die Pflicht zu beherrschen - da liegt natürlich der Versuch nahe, was zu machen, das nicht an Pflicht und Kür zu messen ist. Geht aber meistens brutal in die Hose.

Es gibt einfach Bereiche, die sind bereits so weit entwickelt, da ist nur noch Luft für minimale graduelle Verbesserungen - Revolutionen passieren da nicht mehr.

Frank

#2
03.12.12
15:02
Postmaster
Postmaster

Ich möchte sagen du hast die Sache falsch verstanden. Lies die Einleitung nochmal genauer und denk ein paar Minuten drüber nach. :)

#3
03.12.12
15:27
Cornelius Kappabani
Cornelius Kappabani

Ich denke nicht und deine Beispiele sind Beispiele für das was ich gesagt habe.

Langweilig, belanglos, nervtötend, dröge und pseudointilektuell.

#5
03.12.12
16:08
Postmaster
Postmaster

Dann vermute ich war das dein letzter Kommentar hier. Soll mir recht sein, da deine Beiträge *langweilig, belanglos, nervtötend, dröge und pseudointilektuell* sind.

Viel Spaß bei den Filmen die du sonst so guckst.

#6
03.12.12
17:07
Cornelius Kappabani
Cornelius Kappabani

RUBBER
... ist im Grunde nicht erfolgreich zu beschreiben. Am ehesten könnte man sagen: eine Gruppe von Leuten sieht sich in der Wüste eine Freilicht Theatervorführung an die sich aber irgendwann Selbstständig macht. Das Spiel das geboten wird handelt von einem *magischen* Autoreifen der Telekinetische Fähigkeiten besitzt und die Welt erkundet.
Letzten Endes ergibt sich aber das Quentin Dupieux eine Satire auf die Filmrezeption gemacht hat. Eine Satire auf das Wechselverhalten von Zuschauer und Film. Schonungslos enttarnt und spielt Dupieux mit dem Kunstprodukt Film und erklärt gleich von Anfang an: es ergibt einfach keinen Sinn, es ist pure Willkür!
Und eine Sekunde drüber nachgedacht erkennen wir, er hat Recht. Jeder Film, AUSNAHMSLOS lebt von der puren Willkür. Wie's im Film gesagt wird: es ist das stärkste Stilmittel das es überhaupt gibt. Man denke nur an den nicht zu entschlüsselnden *Lost Highway* von David Lynch der vollständig nur aus purer Willkür besteht und überhaupt keinen Sinn mehr ergibt.
Doch abgesehen von den vielen ulkigen Szenarien ist Rubber auch für Studienzwecke hervorragend geeignet. Jeder Filmemacher sollte sich diesen Film angucken und die einzelnen Elemente studieren. Es ist schon Meisterhaft wie Dupieux es schafft einem toten Gegenstand, einem Stillleben das weder Augen, Ohren, Hände oder sonst irgendetwas besitzt das wir mit Lebendigkeit verbinden innerhalb von 10 Minuten einen Charakter verpasst dem wir folgen wollen und den wir verstehen.










http://de.wikipedia.org/wiki/Rubber_%28F ilm%29

#4
03.12.12
15:51
Cornelius Kappabani
Cornelius Kappabani
 
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