Hallo zusammen,
ich möchte in Kürze einen Low-Budget Film in Spielfilmlänge produzieren. Ich bin aber Einsteiger (ich weiß, ich weiß, man sollte erstmal mit Kurzfilmen anfangen). Und ich habe soooo viele Fragen.
Damit ich euch damit nicht zu sehr auf die Nerven gehe, suche ich nach einem Buch, um zumindest die Hauptsachen zu klären. (Mit den Fragen zu Details gehe ich euch dann danach auf die Nerven.)
Ich kenne schon "Rebel without a Crew", "Filmmaking at used-car-prices" und natürlich die Klassiker wie "Filme verstehen" oder "Making of... wie ein Film entsteht". Ich suche aber etwas, was mehr ins Detail geht (bzw. auf deutsche Verhältnisse und LowBudget übertragbar ist), in dem eher praktische Fragen beantwortet werden. Also ausgehend von: "Ich hab ein Drehbuch und genug Geld für das nötigste Equipment, ich will loslegen aber ich muss alles (Drehgenemigungen, Schauspieler, Kameraleute, Treffpunkte, Helfer, Requisiten, Drehorte) usw. organisieren - wie gehe ichs an?"
Ich weiß, das ist viel verlangt? Gibt es so ein Buch? Gern auch mehrere, wenn sie zusammen alles abdecken. Und mit dem Rest werde ich dann sicher das Forum füllen ;-)
Vorweg schon mal vielen, vielen Dank für die Mühe. :-)



http://www.amazon.de/gp/product/38966942 51/ref=oh_details_o02_s00_i00
Für den absoluten Anfänger ganz gut geeignet.
Ansonsten ist natürlich Hackermovies eine sehr gute Quelle.
Was möchtest du denn machen, "nur" die Produktion? Praktisch wäre es vielleicht auch jemanden von deinem Projekt zu begeistern, der schon etwas in der Richtung gemacht hat.
Ich kann mir den Tipp leider nicht verkneifen, dreh doch vielleicht erstmal nur eine Szene deines Drehbuchs, quasi als Übung. Denn für Projekte die nur ein bis zwei Tage dauern findest du eher ein Team, als direkt für mehrere Wochen. Mit dem gedrehten Ergebnis lassen sich dann wiederum auch einfacher Leute finden, die bei dem Langfilm mitmachen.
19:06
Sehr gutes Einsteigerbuch ist auch noch "Shot by Shot" von Steven D. Katz.
Wenn Du erstmal aus Spaß mit Deinen Kumpels was drehen willst, kannst Dus natürlich machen. Du darfst nur nicht unterschätzen, dass man doch länger braucht als man so denkt und am Ende keiner mehr Lust hat und alle abspringen. Kann passieren. Muss natürlich nicht.
20:48
Vielen Dank schon mal euch beiden. Werde mir beide Bücher mal bestellen.
Es leuchtet ein, dass eine Einzelszene erstmal hilfreich wäre - zum üben und um zu zeigen, was man so vorhat. Aber damit kann ich mich leider so gar nicht anfreunden - so viel Aufwand (Kamera, Licht, Darsteller, Location usw)... und dann nur eine Szene oder so im Kasten. Brrr (eisiger Schauder) :-) Das Drehbuch basiert auf einem Roman, um Interessenten zu begeistern (hüstel, ok: sie zu informieren), würde ich ihnen dann gern diese Vorlage zur Verfügung stellen.
Mit den "Kumpels" drehen kommt leider nicht in Frage. Der Film soll später verwertet werden und braucht unbedingt Schauspieler, die etwas von ihrem Handwerk verstehen (also so garnz anders als ich). Bei der Verwertung sollte zumindest genug Geld rausspringen, dass die Beteiligten im nachhinein eine Vergütung für ihre Mühe erhalten und vielleicht sogar noch etwas für die nächste Produktion übrig bleibt.
Die Drehzeit habe ich mit 14 Tagen veranschlagt (zu eng?). Meine Überlegung war, dass ein paar Leute die ganze Zeit da sind, und dass ich den Drehplan so schreibe, dass die anderen ihre Szenen jeweils an 2 oder 3 Tagen abdrehen können. Für diese Dauer würde ich dann irgendeine Art von Unterbringung anmieten.
Und JA: Ideal wäre es, jemanden zu finden, der sich mit so etwas auskennt, die richtigen Leute kennt und die ganze Organisation übernimmt. Aber wozu bräuchte der dann mich noch? ;-)
01:25
"Hollywood für Sparfüchse. Digitales Filmen" ist knapp zehn Jahre alt. Ist das wirklich noch so hilfreich?
Boris: Mach Deine Erfahrungen. Entweder mit Kurzfilmen oder mit einem Langfilm. Auch ein gescheitertes Projekt ist eine Erfahrung, wenn vielleicht auch eine etwas härtere als ein Projekt, das man überschaut und fertiggestellt hat.
Die Erfahrung aus diesem Forum ist, dass viele etwas Ähnliches wie Du vorhatten, aber ich kann mich an kein Projekt erinnern, dass dann hier wieder aufgetaucht ist. Auch ein Kurzfilm kostet viel mehr Zeit, Einsatz, Energie und Motivation als man sich als Einsteiger vorstellt.
Viel Erfolg!
09:14
doch der Enes hat es geschafft oder ist zumindest kurz davor.
09:35
Ist mir bewusst. Enes hat aber zuvor Erfahrung mit Kurzprojekten gesammelt (trotzdem ist sein Engagement und seine Energie natürlich beachtlich).
10:42
das stimmt, wobei die Filme vom Niveau her überschaubar waren. Aber vor allem hat er derbe Eier gezeigt und war nicht beratungsresistent.
10:52
Jawohl. Und an manchen Stellen war er eben doch beratungsresistent (sonst hätte er das Projekt nicht umgesetzt). Wird sich zeigen, wie sich Boris da einordnet ...
11:10
ich stelle mal die These auf, dass nach jedem Buch, das man übers Filmemachen liest, die Wahrscheinlichkeit abnimmt einen Film zu realisieren, wenn man es vorher schon nicht getan hat.
11:39
Danke für die Warnungen. Ich bin absolut beratungsresistent, was die Sache mit den Kurzfilmen angeht. Wäre ich nochmal 20 und hätte Zeit... aber so muss ich jetzt etwas Gas geben, wenn ich meinen Lebenstraum noch verwirklichen will.
In allen anderen Bereichen bin ich aber offen und dankbar für jeden Tipp. Wahrscheinlich wird es das (!) Buch nicht geben. Dann muss ich euch bald allen eben doch mit den vielen vielen Detailfragen auf die Nerven fallen. ;-)
16:43
Wer es eilig hat, soll langsam gehen.
19:50
Doch, geht schon. Da sind viele allgemeingültige Sachen drin.
@Boris: Wenn du keine eigenen Filme drehen willst, miete dich bei anderen Projekten ein. Ohne ein gewisses Verständnis für die Abläufe verschwendest du nur die Zeit deines Teams. Und wenn du als einziger im Team keine Ahnung hast, fragt sich das geneigte Teammitglied, wozu man dich dann braucht. (Von dem notwendigen Respekt, den man dir nicht entgegenbringt, ganz zu schweigen)
20:35
Futz, der Smiley ist total cool, den bräuchte ich auf all meinen T-Shirts.
Tomatentheo, gutes Argument und gute Idee. Bis Mitte nächsten Jahres werde ich das auf jeden Fall mit einschieben. Bin ja hier an der richtigen Adresse. :-)
20:59
Also einen Roman willst du verfilmen? Low-Budget? Weiß der Urheber schon davon und sind die Recht eim Budget mit drin? ;)
Schauspieler die was von ihrem Handwerk verstehen, werden auch serh schnell verstehen, dass Du keine praktische Erfahrung hast, also ist der Tip mit anderen Projekten schon mal sehr gut, aber selber machen ist immer nochmal anders.
14 Tage, ob das reicht...kommt sicher auf den Inhalt an, wenn der Film in einem Raum spielt bekommt man das sicher auch in kürzer hin. Und wenn man die Qualität klein hält auch. Wir haben früher mal für einen interaktiven Film 4,5 Stunden Film gedreht auf absolutem Amateurniveau (tiefer gehts kaum :) und haben ca. 40 volle Tage gebraucht. Und die waren wirklich voll gepackt. Aber so genau kann ich das nicht mehr nachvollziehen, wie waren ja keine Profis die irgendwelche Drehpläne gemacht haben ;)
10:47
olipool,
ja, der Urheber weiß davon, ich bin das selbst. ;-) Ich würde einen Link zum Buch setzen, aber ich möchte nicht, dass das hier als Spam interpretiert wird.
14 Tage sind eng, das ist mir sehr bewusst. Aber mit einem sehr detailierten Drehbuch und einem gut ausgearbeiteten Drehplan... und einer motivierten Mannschaft... und wenn alles so läuft wie geplant... na gut: sagen wir 3 Wochen. :-)
11:57
http://www.amazon.de/Filmproduktion-Bd-3 -Drehbuch-Reise-Tramitz/dp/38058...
http://www.amazon.de/Kalkulation-Vom-Dre hplan-zum-Budget/dp/B002WU69RE/r...
kalkulation I und II.
------
noch ein tipp für den kreativen bereich ;)
http://www.amazon.de/Master-Shots-Vol-2n d-Techniques/dp/1615930876/ref=s...
und filme analysieren bis zum erbrechen - das ist immer noch die beste schule.
ich weiß, das hat deine frage nicht beantwortet.
23:04
Benutzername,
stimmt, beantwortet die Frage nicht - aber hilft auf jeden Fall weiter, vielen Dank. :-)
02:57
"Die Drehzeit habe ich mit 14 Tagen veranschlagt (zu eng?). Meine Überlegung war, dass ein paar Leute die ganze Zeit da sind, und dass ich den Drehplan so schreibe, dass die anderen ihre Szenen jeweils an 2 oder 3 Tagen abdrehen können. Für diese Dauer würde ich dann irgendeine Art von Unterbringung anmieten."
Als Vergleichswert für nen Langfilm, ein Tatort wurde inzwischen auf 20-21Drehtage gekürzt, da weisst du in etwa was in welchem Rahmen möglich ist, dabei ist zu bedenken, dass hierbei jeweile ein professionelles und eingespieltes Team am arbeiten ist und die meisten Szenen eher standarisiert (TV halt) aufgelöst sind ein 90min Kinofilm mit 25 Drehtagen bei einem Studentenfilm ist möglich, aber eine Kraftprobe für jeden am Set und verlangt einiges mehr an Kompetenz als Bücherwissen, um das Team bei Laune zu halten. Deine "Überlegung" ist richtig, aber keineswegs neu oder orginell im Sinne, dass du dadurch Zeit im Gegensatz zu anderen Produktionen einsparst, denn so wird der Drehtag in der Regel gestaltet und noch etwas detailierter und eher auf stunden und halbe Tage gesehen...
17:14
grundsätzlich frage ich mich sowieso, warum du nicht bei deinen Leisten bleibst und einfach einen Produzenten findest der dir dein Buch verfilmt. Lieber die Zeit dem Verkauf widmen, anstatt sich Wissen anzueignen, das wahrscheinlich sowieso unzureichend sein wird.
17:44
Ich muss Harry Tuttle und fischernet zustimmen. Versuch mal, dein Drehbuch zu zerlegen, in Auszüge,
Spielorte und Bilder. Ansonsten, anbieten. Man braucht wirklich imense Erfahrung, die ich nicht habe. Ich bin Drehbuchautor und hab mich mit Kalkulation beschäftigt. Band I - III Drehbuchkaluklation.
18:28
Harry Tuttle,
die Überlegung eines Drehplans galt nicht einer generell kürzeren Drehzeit, sondern sollte nur dafür sorgen, dass nicht alle Mitwirkenden die komplette Drehzeit vor Ort sein müssten - denn kaum jemand kann sich einfach mal komplett 3 Wochen ausklinken. Vielleicht hab ich das oben etwas verquer formuliert. :-)
fischernet und maximus63,
je mehr ich mich mit der Materie beschäftige, desto mehr erkenne ich, wie gewaltig dieses Vorhaben ist. Vielleicht zu gewaltig. Und in der Tat: Meine Fähigkeiten liegen nun einmal beim Schreiben, wer weiß, wie es mit all den anderen Dingen aussieht. Was man nicht alles braucht. Beleuchtung macht mir etwas Angst, Nachbearbeitung auch, viel mehr Sorgen bereitet mir aber der Ton... und natürlich auch die Hintergrundmusik, das Einholen von Drehgenemigungen und die Organisation der wichtigen Requisiten sowie Drehorte.
@alle:
Ich würde liebend gerne einfach mein Drehbuch einem Produzenten verkaufen - hat mal kurz jemand 'nen Kontakt? ;-)
Das Problem dabei ist nur, dass "take the money and run" aus meiner Sicht nun gar nicht geht. Ich bin sehr stolz auf meine Geschichte, und ich möchte sie keinesfalls durch die Maschinerie laufen lassen, an deren Ende dann ein typischer deutscher Film steht. Ich möchte hier natürlich niemadem auf die Füße treten, sicher ist all das reine Geschmackssache, aber nach meinem persönlichen Geschmack sind deutsche Filme eben ganz furchtbar - und das will ich nicht für mein Buch.
Klar... ich könnte es übersetzen lassen und über den großen Teich gehen. Aber dann sind die Chancen für einen unbekannten Autor vermutlich noch schlechter, als wenn ich die ganze Produktion auf eigene Faust zu stemmen versuche. Abgesehen davon, dass ich nicht einfach so auswandern kann (und will).
Nicht zu vergessen, dass mein Stoff extrem schräg ist, sodass eine Verfilmung ein erhebliches finanzielles Risiko darstellt. Wer - außer dem Autor selbst - würde das schon eingehen wollen; vor allem wenn der Autor drauf besteht, auch bei der Produktion weiter reinquatschen zu können.
22:31
schon klar und wie gesagt die Überlegung ist richtig, aber auch die Regel, weil sich die Produktion in den meisten Fällen erst recht nicht leisten kann einen X (u name it) eine Minute mehr am Set zu haben wie notwendig. Drehpläne werden oft so kleinteilig gemacht, dass OS,Details etc. bereits gedoubled werden, damit die teuer bezahlten Schauspieler schnell abgedreht sind und bei deiner Planung hast du dennoch ein Problem mit der generell zu kurz geplanten Drehzeit.
Das der Autor noch wärend der Produktion das Projekt betreut bzw. dabei ist, ist nicht so ungewöhnlich wie es sich aus deinem Post rausliesst, aber in DT auch nicht immer die Regel.."viel mehr Sorgen bereitet mir aber der Ton." Das ist in der Regel das kleinste Problem, weil du dir da einfach Leute besorgst die Ahnung haben, du deinen AD eintrichterst, dass er das Tondepartment ausreichend berücksichtigen soll und du natürlich ein offenes Ohr für die Tonis hast, dann ist der Ton eigentliche meist ein ganz guter Selbstläufer.
Selber produzieren ist eine ganz andere Nummer, wenn da keine Produzenten drin stecken, ist das für einen 90minüter ein riesen Aufwand (alleine kaum zu stemmen) und vor allem an vielen Stellen rechtlich ohne Studium und Vorwissen ein riesen Batzen Arbeit. Und wenn du nie Kurzfilme gedreht hast ist euch Regie eine Frage, die du dir überlegen solltest, Inszenierung und Regieanweisungen stellt sich manch einer einfacher vor als es ist und dann sieht dein Film plötzlich schlimmer aus, als ein DT Kinofillm und du hast die Geschichte verpulvert - meine Meinung
18:17
Interessant. Ein Projekt braucht Wind oder Geld. Um Wind ohne Geld zu kriegen, muss es ein gewisse Überzeugung existieren, dass der Film mit Erfolg alle Beteiligte nachbezahlt.
Was außer schräg ist deine Geschichte?
13:53
Oooch, da gibts Leute für ;) Genau wie für den Rest.
Aber nun mal rein interessenhalber, kann man irgendwo mal ein paar Zeilen über die Handlung kriegen, meintewegen auch per PM? Dann kann man schon sagen, wohin die Reise geht. Ein Sozialdrama wird weniger Mitstreiter finden, als ein Tarantino/Guy Ritchie-Crossover.
Bei SciFi/Fantasy sind alle gerne dabei, solange sie es nicht bezahlen müssen.
Schließlich willst du dein Investment ja auch wieder kriegen, also kann man schon im Vorfeld auf lukrative Genres schielen.
18:09
@Alle:
Ich möchte euch allen erst einmal vielmals danken für diese rege Beteiligung. Ich weiß, dass meine Frage hier sehr... unkonventionell ist. Ich weiß auch, dass diese Art von Postings ("ich bräuchte mal schnell ein Buch, aus dem ich alles lerne") meistens auf einen Spinner hindeutet - daher nochmals vielen Dank, dass ihr mein Anliegen hier ernst nehmt.
@Harry Tuttle,
dass es vielleicht wirklich Produktionsfirmen gibt, die nicht nur das Buch eines unbekannten Autors verfilmen, sondern den auch noch auf die weitere Produktion Einfluss nehmen lassen, ist mir neu. Ich dachte das gäbe es nicht, gerade deswegen - dachte ich - fühlen sich ja so viele Filmemacher gezwungen, einen sogenannten Autorenfilm zu produzieren. Gibt es denn konkrete Beispiele für Produzenten, die einer solchen Vorgehensweise gegenüber offen sind?
@JoeQuarantaine und @tomatentheo,
bei meiner Geschichte handelt es sich um eine tiefschwarze Komödie. Ein Leser schrieb mir, es sei eine Mischung aus Chuck Palahniuk und Woody Allen. Das empfand ich als großes Kompliment, da mir die Werke genau dieser beiden sehr gut gefallen. Wie Chuck Palahniuks Bücher ist auch meins voller Tabubrüche. Der Leser kann sich kaum erholen, da setze ich auch schon noch eine Ladung drauf. Und wieder. Und wieder.
Was ich an Woody Allen sehr bewundere (und worum ich mich bei meinem Buch auch bemüht habe) ist, dass er es schafft, hochintelligenten Humor so zu verpacken, dass man auch Spaß hat, wenn man den intelligenten Teil darin gar nicht mitbekommt; das ist meiner Ansicht nach einzigartig.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Der Vergleich kam von einem Leser, ich hatte nicht diese beiden Autoren im Sinn, als ich das Buch schrieb. Allerdings kann ich mit dieser Einschätzung sehr (sehr sehr) gut leben.
Was die filmische Umsetzung betrifft, so würde ich mich sehr stark an dem frühen Guy Ritchie orientieren wollen (nur orientieren, nicht imitieren).
Nochmal @Alle:
Ich mache am Freitag eine Werbeaktion für meine Bücher. In deren Rahmen kann man sich den Roman, um den es hier gehen soll, kostenlos als eBook laden (für Kindle bzw. Kindle-App, iPhone, Android usw.). Darf ich hier darauf einen Link setzen, oder würde das als unerwünschtes spammen ausgelegt?
19:46
Okay, gut. Sieht nach Dialoggetrieben aus. Nicht schlecht.
Ja, rein mit der Link. Drehbuch hast du noch nicht, oder?
10:44
JoeQuarantaine,
ja, das Buch lebt schwerpunktmäßig von seinen Dialogen; man könnte es genaugenommen auch für einen großen Monolog des Erzählers halten, der nur durch ein paar "Störelemente" wie andere Personen oder Ereignisse unterbrochen wird. Für die filmische Umsetzung muss ich das aber ändern, sonst bestände ein Großteil des Films nur aus Off-Text - und genau das will ich nun gar nicht. :-)
Ein Drehbuch gibt es noch nicht, aber ich bin dran, das jetzt sehr kurzfristig zu ändern.
Hier also der Link. Und bitte beachten: Ich habe das Buch für diesen Freitag auf "kostenlos" geschaltet. Das beginnt meist so um 9:30 Uhr vormittags - aber schaut bitte vor dem Klicken, ob es auch wirklich schon gratis ist, manchmal lässt sich Amazon mit der Umschaltung auch ein oder zwei Stunden länger Zeit.
http://www.amazon.de/Blasses-Blut-ebook/ dp/B007D8HM76/ref=sr_1_1?ie=UTF8...
Lesen kann man das Buch am Amazon Kindle, ebenso aber auch mit der kostenlosen Kindle-App, die gibt es für PC, Mac, iPhone/iPad und Android Handys und Tablets. Kommentare (auch kritische) sind natürlich ausdrücklich erwünscht. :-)
16:38
So, es ist soweit. Das Buch ist jetzt auf kostenlos geschaltet (bis einschließlich Samstag).
Ich würde mich sehr über Feedback freuen. Natürlich ist es auch durchaus erwünscht, wenn ihr den Link weitergebt, da ich das Buch nur noch dieses eine Mal auf kostenlos setzen kann. Würde mich freuen, wenn es möglichst viele Leute lesen und kommentieren. Dankeschön. :-)
09:59
Ich fand‘ die Leseprobe schon klasse. Wenn ich bloß nur so gut schreiben könnte…
11:47
7River,
vielen Dank, das tut gut. :-)
Aber Schreiben ist nur ein Handwerk, das kann man lernen.
13:41
So - heute den letzten Tag gratis! :-)
http://www.amazon.de/Blasses-Blut-ebook/ dp/B007D8HM76/ref=sr_1_1?ie=UTF8...
09:45
Okay, danke. Hat spaß gemacht. Was du gut machst, machst du wirklich gut. Mir gefällt, diesen typ von Humor und Figuren, sehr. Hab angefangen dein Buch erst mit Death at a Funeral zu vergleichen.
Jetzt hoffe ich dass du genug von Roten Faden hast, dass das Ganze nicht zu viel hin und her ist. Dann kriegst du schon der Erzählstimme weg und ein sehr gutes Drehbuch davon. Wie viel Drehorte schätzt du jetzt zu brauchen?
10:57
So. Ich habs gelesen. Also zurück zu deiner Ausgangsfrage:
"Ich hab ein Drehbuch und genug Geld für das nötigste Equipment, ich will loslegen aber ich muss alles (Drehgenemigungen, Schauspieler, Kameraleute, Treffpunkte, Helfer, Requisiten, Drehorte) usw. organisieren - wie gehe ichs an?"
Schreib das Drehbuch. Fertig.
Meine subjektive Meinung zur Story. Fand ich gut und ich steh auf so schrägen Kram :-) Die Auflösung gefällt mir aber nicht zu soooooooo gut. Aber das ist meine persönliche Meinung. Kam mir auch etwas angelehnt an In China essen sie ... Aber egal.
Das wird schon eine Aktion mit dem Drehbuch :-) Die Geschichte taugt zum Film. Die Umsetzung von Paul als Charakter wird ohne den Monolog schon schwieriger. In deiner Eingangsfrage schreibst du was von Low Budget. Ich find die Diskussionen um No/Low/-/High auch immer komisch aber es stellt sich schon die Frage was Low bei dir bedeutet. Immerhin bedeutet es, dass du investieren willst. Willst du das Geld nur so zum Fenster rauswerfen, oder soll der Film die Investition wieder reinholen? Selbst wenn der Film technisch und inhaltlich/künstlerisch gewisse Qualitätsstandards erfüllt müsstest du im schlimmsten Fall damit rechnen den Film nicht verkaufen zu können. Das Geld wäre dann futsch. Du solltest dir also auch überlegen, wieviel du tatsächlich investieren willst wenn das Geld dann evtl. auch futsch wäre. Das alles, wenn du ganz allein produzieren willst. Du könntest aber mit der Geschichte vielleicht auch einen Produzenten locken, der in den Film investiert. Da gäbe es viele Varianten. Im wiederum schlimmsten Fall will er dir dann aber so in den Plott reinreden, dass es dir nicht mehr gefällt. Vielleicht können dir Peter Koller oder der Eich hier im Forum mal einen Hinweis geben (ihre Artikel zu On Evils Ground/Böser Boden und Break solltest du hier auf der Seite sowieso gelesen haben).
Dann wäre da noch die Variante mit den Fördermitteln. Da sollen auch andere was zu sagen ...
Kommst du zu dem Ergebnis, dass du einen Produzenten willst oder Förederung, dann los mit dem Drehbuch schreiben. Das brauchst du vorher.
Kommst du zu dem Ergebnis, du finanzierst selbst, dann entscheide dich welche Summe du in das Projekt steckst und in welchem Zeitraum. Dann schreibst du dein Drehbuch und behälst schön die Summe im Hinterkopf. z.B. Geringe Summe = möglichst wenig Drehtage = möglichst wenig Drehorte. Natürlich sollte man immer möglichst wenig Drehtage haben, aber mit ein bisschen Geld im Rücken kann man das auch strecken.
Wenn du mithilfe des Buches vorab schon Schauspieler begeistern kannst, vorab auch schon realistische Drehorte im Kopf hast, schreibt sich auch das Drehbuch passend zum Budget leichter.
Wenn du für dich die Finanzierungsfrage geklärt hast, dann das Drehbuch.
Wie Joe schon sagt: Anzahl der Drehorte? Gar nicht so leicht die einzukürzen. Da kommen schon einige zusammen. Genauso die Anzahl der Schauspieler. Bleibst du nah am Buch wird das auch eine Menge. Also der Planungsaufwand für den Film ist nicht gering. Du kannst ihn beim Verfassen des Drehbuchs reduzieren. Was du wo reduzierst bleibt dir überlassen. Dein Drehbuch :-)
Noch Lust daraus einen Film zu machen?
My 2 cents fürs erste ... reicht auch erstmal.
- Frankie
Peter & Oaks: Lest das Buch mal. Selbst wenn ihrs nicht mehr für umme runterladen könnt.
12:12
Habs auf meinem kindle und tu es mir heute Abend mit ner CD Deathmetalmucke an.... :) ... Meinung dazu folgt.
Was das verfilmen an sich angeht, wenn du die Kurzfilmarie überspringen willst und gleich mit nem Spielfilm zur Oscarverleihung willst, mußt du dich an eine der vielen "anderen" Filmemacher ranhängen oder du gehst unter. Egal wie gut deine Story ist und egal wie sehr du als Autor dahinter stehst.. das Handwerk "Film" lernt man weder aus Büchern noch kann man es zu erlernen umgehen... egal wie gut die Story ist.
Oaks
17:44
"Wenn du einen Film machen willst, dann mach ihn. Warte nicht auf einen Geldzuschuss, warte nicht auf die perfekten Verhältnisse, mach ihn einfach!"
ok...ist vielleicht etwas abgedroschen in diesem Falle, aber.... Ehrgeiz und Kreativität führen oft zu unerahnten Ergebnissen.
Ich hab dein Buch zwar nicht gelesen, aber (als Quereinsteiger) ich kann dir sagen:
Oaks und Koller haben es bewiesen, daß man (wenn man es wirklich will) einen Spielfilm machen kann. Nur...gaaaanz ehrlich....ich selbst bin auch davon abgekommen (zum Glück). Tu dir selbst den Gefallen und mach einen kleinen Short um das Grundhandwerk zu verstehen, vor allem die zahlreichen Stolpersteine kennezulernen (davon gibts Milliarden). Ein Jahr dazwischen bricht dir nicht das Genick, aber hilft dir die Sache etwas realistischer zu sehen und anders an die Sache heran zu gehen. "HIER" wirst du auf jedenfall die nötige Hilfe bekommen.
mein Tip: Häng dich mal an ein Projekt dran, oder schau einfach zu und lerne daraus die nötigen Erkenntnisse. Bücher sind gut, die Erfahrung ist aber um Welten hilfreicher. Du glaubst gar nicht wieviele Kleinigkeiten, die du in Büchern of nicht findest, die die größten Probleme bereiten.
..fonz
22:58
Dank euch allen für die vielen Kommentare und Anregungen... und natürlich fürs Lesen. :-)
@JoeQuarantaine,
Danke für das Kompliment. Das Drehbuch macht mir keine allzu großen Sorgen, ich denke auch beim Romanschreiben überwiegend in Bildern. Die Anzahl der Drehorte werde ich allerdings erst genau absehen können, wenn das Buch fertig ist. Allzu viele werden es vermutlich nicht sein, ich denke sogar, ich muss über das notwendige Minimum ein paar zusätzliche Drehorte einbauen, um ein paar abwechslungsreiche Übergänge zu schaffen.
@rebelman,
Danke, freut mich, dass dir das Buch gefällt. Meiner Ansicht nach ist eine kommerzielle Verwertung ein Muss (sorry an alle, die das ausschließlich zu ihrem Vergnügen machen, ist nur meine persönliche Meinung). Ein Film muss in die Kinos... oder zumindest ins Fernsehen - und er muss auch Gewinn abwerfen. Dabei geht es gar nicht so sehr ums Geld, sondern vielmehr um den Durchlauf des kompletten Prozesses. An dessen Ende steht nun einmal - nach meinem Dafürhalten - Kino oder Fernsehen; auch Filmfestivals sind da kein Ersatz, weil ja da doch nur eine sehr ausgewählte Klientel hingeht.
Egal ob nun selbst- oder fremdproduziert, das Drehbuch werde ich auf jeden Fall so schreiben, dass es möglichst kostengünstig produziert werden kann. Wenn ich das selbst stemmen muss, ist das von Vorteil, und wenn jemand anders es produziert, wird der sich auch freuen, wenn die Investitionen nicht zu hoch ausfallen.
Drehorte und Anzahl der Schauspieler finde ich sehr überschaubar, zumal die meisten Schauspieler nur ein oder zwei Szenen hätten. Als Drehort macht mir die Party ein wenig Sorgen, aber das kriege ich im Drehbuch schon gelöst. Das Bestattungsinstitut wird allerdings schwierig, da kann man nicht tricksen (jedenfalls nicht mit vertretbarem Aufwand), da muss ein echtes her, und das wird nicht leicht.
@Oaks,
ja, das sehe ich inzwischen auch so. Wobei mir vor allem der organisatorische Teil Sorgen bereitet. Und natürlich die Technik, aber wie es oben heißt: dafür gibt's ja gute Leute. :-)
@Der Fonz,
ja, egal, wie es kommt, etwas praktische Erfahrung muss her. Ein eigener Short... vielleicht. Bei einer etwas größeren Produktion mitzuhelfen würde mir wahrscheinlich noch mehr bringen. Mein Projekt ist sowieso erst für nächstes Frühjahr bis Sommer geplannt.
@Alle,
würde mich freuen, wenn ich noch weiteres Feedback zur Geschichte erhalte. Auch für jeden eventuellen Kontakt bin ich natürlich dankbar. Und natürlich für weitere Ideen und Anregungen für die Verwirklichung.
Mein Vorgehen plane ich jetzt ersteinmal so: Ich schreibe das Drehbuch (Start so in 4 Wochen, wenn ich mit meinem aktuellen Roman fertig bin), dann versuche ich dafür einen Produzenten zu finden, der mich an der Verwirklichung teilhaben lässt (sehr unwahrscheinlich). Parallel dazu sammle ich Erfahrungen, wenn ich irgendwo bei Produktionen helfen darf. Und wenn ich keinen Produzenten finde, beginne ich kommenden Januar/Februar mit den Vorbereitungen, sodass etwa ab April 2013 der ganze Spaß losgeht. :-)
02:09
So hab das Buch gestern Abend noch gelesen und muß sagen, es war bereits nach 22 uhr und ich wollte eben mal kurz reinlesen... um 01:45 war ich dann fertig und muß sagen es gab schon jahre lang kein Buch mehr das ich nicht weglegen konnte.... ok, das kann daran liegen das ich zuwenig Bücher kaufe. Oder daran das ich einfach leicht zu befriedigen bin ... oder daran das dieses Buch einfach hervorragend geschrieben ist. Da ich kein Buchkritiker bin muß jeder das selbst entscheiden.
Zu einer Verfilmung (Sorry ich lese Bücher immer mit diesem Aspekt). Da muß mehr her, das Buch ist toll, keine Frage, aber die Energie des Buches kommt von der in meinen Augen unglaublich leicht zu lesenden Art wie es geschrieben wurde, keinen moment muß man einen Satz 2 oder 3 mal lesen um ihn überhaupt zu verstehen (kommt öfter vor als Ihr denkt...oder nur bei mir weil ich Vikingerblut in mir habe?..egal.) Was ich meine ist es braucht mehr da man keinen Film so aus der "ich" perspektive erzählen kann ohne das einem das Puplikum abspringt. Ich weiß wovon ich rede, stecke selbst seit über einem Jahr in genau so einer Verfilmung drin und wir sind immer noch nicht mit dem finalen Schnitt zufrieden (drehen bald noch was nach), weils einfach monoton ist. Hier wird das auch passieren wenn nicht noch was anderes hinzukommt. Und damit meine ich mehr Protagonisten. Das Buch hat einen witzigen Twist zum ende hin, als der Autor die Erzähler "Austauscht" und eben genau das stelle ich mir als Verfilmung vor... 5 Protagonisten, 5 Geschichten zu ca. 15-20 min. und alle verweben sich am ende zu einem ganzen. Ok, wurde schon 100mal gemacht, aber egal, das würde dafür funktionieren, guggt euch (bzw. Boris) mal den Film "11:14" an ( http://de.wikipedia.org/wiki/11:14 ) . Dann lest das Buch oder andersrum is mir egal und ihr wisst was ich meine.
Ein weiterer Vorteil, Episodenfilme sind immer günstiger :)
... so meine 5 Cent dazu.
oaks
09:40
@Oaks,
vielen Dank erstmal für das große Kompliment. :-) Freut mich, dass dir das Buch so gut gefallen hat.
Und ich stimme dir zu: Das Drehbuch muss man ganz anders aufbauen. Der Roman funktioniert so, eben weil ich ganz viel mit der Sprache arbeite. Der Film wird sich davon deutlich erntfernen müssen. Mit den Episoden kann ich mich so nicht ganz anfreunden - aus zwei Gründen:
Zum einen, weil in dem Buch ja doch sehr viel passiert, was erstmal erzählt werden will. In 20 Minuten wären diese Inhalte einfah nicht zu schaffen, nicht mal die wichtigeren. Außerdem würde es die Kosten - glaube ich - nicht wirklich senken, da die wenigen Hauptakteure auch alle an so gut wie jedem Schauplatz auftauchen.
Zum anderen ist das Buch ja nicht nur schwarzhumorig und skurril, die Geschehnisse sind ja eine Metapher für das Wesen der Menschen - und somit durchaus kritisch. In einem Episodenfilm würde der Teil verloren gehen, was die Geschichte auf eine reine Provokation reduzieren würde.
Aber: Auch ich finde, dass eine "normale" chronologische Erzählweise hier nicht unbedingt das Mittel der Wahl sein sollte. Genau kann ich das aber noch nicht sagen, was funktioniert und was nicht merke ich leider immer erst beim Schreiben.
05:48