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1 - Grundlagen Hallo zusammen,
vor ca. 2-3 Wochen habt Ihr mir ein paar Denkanstöße für ein Drehbuch zum Thema "Entedckungen" gegeben.
Nun habe ich mir mal die Mühe gemacht ein Drehbuch für einen 10 bis 11 Minütigen Film zu schreiben.
Ich würde mich sehr freuen wenn ihr mir etwas feedback zurückgeben würdet.
Da dies mein erstes Drehbuch ist und ich normalerweise eher der "Techniker" bin, wird das Buch einige Formfehler haben. Gerne könnt Ihr diese sagen aber seid nicht zu hart mit mir ;) Man lern ja nie aus.
Was mich interessieren würde:
Ist die Story OK und interessant?
Ist die Story Konsistent?
und bekomme ich das in 10-11 Minuten Film untergebracht.
Vielen Dank schon im voraus.
Viele Grüße
Patrick



Von der Story finde ich’s gut. Klar, Ähnliches hat man schon „gesehen“, aber wenn Du solche Locations bei Dir zu Hause "vor der Haustür" hast, warum nicht. Hier und da ein bisschen holprig umschrieben und Rechtschreibfehler, aber ansonsten net übel.
PS: Der Filmtitel ist gut.
Gruß
14:31
Hi,
Ja das mag sein, dass es soetwas schon gibt, wobei ich jetzt aber adhoc nicht wüsste in welchem Film.
Locations habe ich quasi vor der Tür (Eifel).
Wie definierst du "holprig umschrieben"? Evtl. kann ich ja noch was abändern.
Da es die erste Version ist habe ich die Rechtschreibung noch nicht großartig überprüft.
Das kommt dann wenns Final ist ;)
Danke und viele Grüße
Patrick
15:27
Mit der Story dass es sie schon gegeben hat, meinte ich nicht so direkt wie in Deinem Drehbuch, sondern das jemand bei einem Vorfall ums Leben kommt und dies nicht bemerkt. Und später als Geist durch die Weltgeschichte spaziert und nicht mitbekommt, dass er tot ist.
23:56
Die Gruppe kommt an eine Stelle, bei der es aus dem Wald raus geht. Vor Ihnen befindet sich ein steiler Fels-Abhang, mit einer unglaublichen Aussicht.
Nick, Mia, Laura und Tobi treten aus dem Wald hinaus auf ein Felsplateau, und gehen zum Rand eines Felsabhangs. Sie blicken von der Anhöhe auf die sich vor ihnen erstreckende Landschaft herab. Der Ausblick ist unglaublich.
Doppelpunkt hinter Charakter wie z. B. NICK: kannst Du weglassen.
Is' schon klar, es ist Dein erstes Drehbuch, aber es ist schon recht ordentlich. Wenn man das öfters macht, wird es immer besser.
15:57
Ja ich denke du hast es geschafft. Hab sogar gelacht wenn die eine "Und das auch noch!" gesagt hat. Danach wird's ein bisschen kompliziert, aber mindestens ist da viel los und zum Schluss fungiert es wieder sogar sehr gut.
17:48
Wenn du Personen einführst ( Die Eltern ) nicht in Klammern setzen. Sie sind ja in der Szene vorhanden. Fürs erste drehbuch aber nicht schlecht.
18:58
Hi,
danke für die Tips und Anmerkungen :)
Nun stellt sich mir nur noch die Frage, wie ich herausfinden kann ob ich das alles in 10 bis 11 Minuten Film packen kann?
Viele Grüße
Patrick
21:20
Ist eine Faustregel: 1 Drehbuchseite ist 1Minute Film. Na ja, kannste ja noch die eine oder andere Szene hinzufügen.
21:33
Klappt schon, aber du kannst nicht anfangen die schöne Natur minutenlang zu zeigen, auch wenn es sehr schön wäre. Musst erinnern nur das zu drehen was geschrieben ist. Lang Dialog hast du nicht. Da würde di die Minuten fliegen, falls ein Amateur langsam redet. Und der Pfase wo sie einander suchen und was auch immer da ist, kannst du sehr abkurzen. Fungiert sogar besser so, weil du einige Logikprobleme dort hast. Besser für der Zuschauer dort einfach nur zu verstehen, dass was ich jetzt sehe soll ich auch nicht verstehen.
Würde ich sagen...
21:45
Ist ja der Erste Entwurf, würde ich mal sagen, und darum kann er ja noch das Eine oder Andere einbauen. Es muss ja noch dran gefeilt werden. So mach ich das jedenfalls.
21:52
Du kannst wunderschöne Szenen schreiben. Aber denk dran : Die Kamera nimmt alles in einer Sekunde auf. Was
7River sagt, stimmt. 1 Seite entspricht einer Minute ca. Die Dialoge sollten einfach, etwas über den Charakter oder über die Story aussagen. Wenn eine Figur im Dialekt sprechen soll, reicht es, wenn du schreibst er Berlinert oder Sächelt. Im Drehbuch selbst keine Dialekte schreiben.
17:43
Principles of Screenwriting
Hallo Patrick,
da es sich um einen Kurzfilm handelt, möchtest Du diesen evtl. ja auch selbst drehen. Insofern ist es nicht so wichtig. Ansonsten wäre zwischen einem 'production script' (Auftragsarbeit) und einem 'spec script' (erstellt, in der Hoffnung es anbieten zu können) zu unterscheiden. Für Dich dann eher das Letztere.
Ich beziehe mich hierbei auf den amerikanischen Markt - von daher unter Vorbehalt, denke aber, dass es in Deutschland nicht anders ist.
In spec sripts werden keine Szenennummern aufgeführt.
Generell werden keine Anführungszeichen im Dialog benutzt, und nichts hinter die Characters gesetzt (Doppelpunkt).
Parentheticals - z.B. Szene 3 'in die Gruppe' hinter Laura: - werden in Klammern unter den Character gesetzt und klein geschrieben. Darüber hinaus sollten diese (wrylies genannten) Schauspieler-Anweisungen auch zurückhaltend angewandt werden.
Z.B. Szene 12, Mia: (fragend) "Nick...?" - Der Dialog beinhaltet schon den Hinweis auf eine Frage wg. Fragezeichen. Aber generell sollte es eher in die Beschreibung eingefügt werden (descriptive writing), statt als wryly aufzutauchen.
Auch Kamera-Anweisungen (Regie-Anweisungen) haben im spec script nichts zu suchen. Es ist Deine Aufgabe so zu scheiben, dass Du den Leser in 'shots' durch Dein Drehbuch führst.
//quote//
Nick dreht sich zu Mia. Im selben Moment löst sich poröses Gestein an der Kante und Nick stürzt den Abhang hinunter.
SCHNITT: AUF DIE FELSWAND VON WEITEN
// ABSTURZ GEFILMT AUS DER FERNE WIE NICK TIEF FÄLLT
(BLUESCREEN AUFNAHME)
SCHNITT: AUF DIE GRUPPE
Die Gruppe ist total geschockt. Mia schreit Nick´s Namen und weint.
//unquote//
//Vorschlag//
Nick dreht sich zu Mia. Im selben Moment löst sich poröses Gestein an der Kante.
Nick stürzt vom Felsen in die Tiefe.
Die Gruppe ist total geschockt. Mia weint. (Du kannst nicht erzählen, dass Mia seinen Namen ruft. Das muss Dialog sein! Film, nicht Buch.)
MIA
Nick!
//Vorschlag//
Hieraus sind drei sinngemäß zusammenhängende shots zu erkennen. Der Regisseur wird Regieanweisungen eh (bewußt) überlesen und selbst entscheiden, ob der Absturz von oben, von unten oder als POV gedreht wird.
Film ist ein visuelles Medium. D.h., es kann im Grunde nur geschrieben werden, was ich sehen kann. Erzähle uns nicht Deinen Film, zeige ihn uns.
Szene 3 '...Laura die Zicke in der Gruppe konnte nicht ahnen, dass...'
Wie willst Du das filmisch darstellen? Das Laura verstimmt ist, läßt Du uns durch den Dialog erkennen. Unterstreich 'die Zicke' noch durch Handlung. Laß z.B. einen der Anderen Laura an der Hand hinter sich herziehen, während sie sich nur widerwillig ziehen läßt (bockt, stehen bleibt, etc) + dann ihren Dialog. Aber solche Sätze wie den o.g. fix raus aus der Beschreibung.
Davon gibt es noch andere, z.B. Szene 4, 'Laura ist die Lauferei schon viel zu viel und (sie) möchte eine Pause einlegen.' Das ist ein Empfinden des Characters. Aber solange Du mir das nicht 'zeigst', werde ich es nicht sehen können.
In Szene 5 hast Du das sehr schön gelöst, 'Laure zieht sich im (G)ehen Ihre "Ballerinas" zornig von Ihren Füßen.' - Da 'sehe' ich die Zicke. Da ist mit dem Adverb 'zornig' auch das descriptive writing.
Die Industrie wird mit (schlechten) Drehbüchern überhäuft. Ein Agent oder first-level-reader hat Unmengen von Drehbücher in der Woche zu lesen und ist danbar für jeden Vorwand das eine oder andere in die Tonne drücken zu dürfen. Falsche Satzzeichen, mangelnde Grammatik, etc. sind ein willkommenes Fressen. Gilt natürlich hauptsächlich, wenn Du eines Tages mal eins anbieten willst.
Aber auch gratis mitwirkende (Laien)Schauspieler, Script-Girls, etc. sind dankbar, wenn sie durch solche Fehler nicht aus ihrem Leseschwung gerissen werden. Z.B. 'weinen(t)'. Ich selbst schreibe mit Final Draft, habe aber zu Anfang auch mit Celtx gearbeitet und meine zu erinnern, dass auch jenes Programm eine Rechtschreibkorrektur hat.
Die Friedhof-Szene läuft Gefahr etwas ins Schulmeisterhafte abzudriften. 'Der Regisseur, der dem Publikum nichts zutraut, und den Hammer raus holt.' Marion wiederholt 'Schuld', obwohl Ralf es gerade gesagt hatte.
Das Publikum ist intelligent durch das ständige konsumieren von Filmen. Wo es früher noch 1.Mann-aus-Haus; 2.Mann-um-Ecke; 1.Mann-Bananenschale-schmeißend, etc. war, reicht es heute den 1. auch nur die Banane schälen zu sehen. Schnitt. Und 2.Mann am Boden.
Nick's Dialog ...wäre gern in besserer Sohn gewesen.../Ralf:...der Beste Sohn../Nick:..Ich liebe Euch.. - klingt für mich schon eher pathetisch (vor allem, weil Dialog).
//Vorschlag// 1. Szene, Ralf versucht trotz Wut, Nick zu umarmen, aber der reißt sich los. 16. Szene, Nick's Hand gleitet - enttäuscht von sich selbst - von Ralf's Schulter herunter und er dreht sich weg. Dann Dialog Ralf...bester Sohn... Und dann wendet Nick sich wieder beiden zu und umarmt sie. Wie wäre es damit?
Hängen geblieben war mir sofort das Holzkreuz. Wieso Holzkreuz? ;) Für den besten Sohn glaube ich nicht, dass es kein Marmorstein wäre. Klingt eher nicht glaubwürdig. Ist aber nur 'ne Kleinigkeit ;) Es gibt da noch so einige Dinge mehr, aber ich denke es sollte erstmal gut sein.
Mir gefällt die Geschichte, und mir gefällt der Tenor wie Du schreibst.
Schmeiß alle Regieanweisungen raus, brich die Paragraphen in shots auf und schreibe sie visuell und deskriptiv. Das sind Dinge, die man lernen kann.
Empfehlen kann ich Dir
'Screenwriter's Bible' by David Trottier
'Story, Substance, Structure, Style and the Principles of Screenwriting' by Robert McKee
'Creating Unforgettable Characters' by Linda Seger
'Let Them Whisper Their Secrets' by Marisa D'Vari
Viel Spaß beim Schreiben!
Storyteller
P.S. Für den Post waren die scene numbers dann ja doch von Vorteil, he, he...
06:36
Empfehlen kann ich Dir
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'Story, Substance, Structure, Style and the Principles of Screenwriting' by Robert McKee
'Creating Unforgettable Characters' by Linda Seger
'Let Them Whisper Their Secrets' by Marisa D'Vari
Dazu hat Benutzername doch sicher was zu sagen…
12:31
Hallo storyteller,
wow, das ist mal ein Input. Danke an dieser Stelle für die detailierte Stellungnahme und die Menge an Tips.
Ich werde versuchen das gelernte in die Tat umzusetzen.
Ja, dass man keine Regieanweisungen in das Drehbuch schreibt habe ich schon gelesen, bevor ich es geschrieben habe. In Meinem fall habe ich es jedoch bewusst ignoriert.
Zum einen, weil das Buch ja nur zur eigenen Verwendung geschrieben wurde und zum anderen, weil es nur ein, sagen wir mal laienhaftes Team sein wird. Ich hatte/habe die Befürchtung, dass ein Laie der bisher nur wenig mit Film zu tun hatte, sich ohne diese Anweisungen nur schwer in die Situation hinein versetzen kann.
Ja, das mit dem Holzkreuz hat folgendes aufsich:
1.) Budget :)
2.) Bei uns (Ich weiß nicht ob es da von Region zu region Unterschiede gibt!?) ist es eigentlich so, dass wenn ein Grab neu ist, da erst nur so ein Holzkreuz mit dem Namen steht.
die Grabumrandung und der Grabstein kommt erst später, wenn auch die ganzen Blumen weg sind.
Aber es ist doch schon ermutigend, dass die Kritik für mein erstes Buch recht gut ausfällt.
Wie schon erwähnt bin ich eigentlich eher der "Techniker" (Kamera und Ton) und dieses Drehbuch ist nur aus der Not entstanden, ohne dass ich mich großartig mit der Materia beschäftig habe. ;)
Vielen dank und viele Grüße
Patrick
15:39
Holzkreuz
Hallo Patrick,
bei eigener Verwendung und eigenem Team (und Du möglicherweise auch Regie), hast Du, wie eingangs erwähnt, natürlich Deine Freiheiten.
Ich bin mal so in memory die Beerdigungen, denen ich beiwohnte, durchgegangen. Tatsächlich waren es entweder Seebestattungen oder Beisetzungen zu bereits bestehenden Familiengräbern. Insofern ist mir das mit dem Holzkreuz wohl nie aufgefallen. Werd's mir merken ;)
Ich hatte auch schon mal ein Holzkreuz mit eingebaut. Da aber als visuellen Ausdruck für die Zerrüttenheit der Familie bzw. den Groll auf den Verstorbenen. Budget ist natürlich immer ein guter Grund ;)
Viel Spaß und Erfolg mit Deinem Projekt.
Schönen Gruß
Storyteller
16:47
Filmmusik evtl.?
Hey,
ich habe mir das Drehbuch durchgelesen und bin echt sehr begeistert...eine sehr spannende Geschichte, aus der man echt was machen kann.
Der Film ist zwar noch nicht gedreht, trotzdem frage ich schon mal vorher, ob es vielleicht einen Bedarf an Filmmusik gibt. Wenn ja, würde ich mich gerne anbieten diese für dich und deinen Film zu schreiben. Das alles ist selbstverständlich auch GEMA frei. Wenn du Interesse haben solltest kontaktiere mich bitte.
Hier ist mein Youtube-Kanal für das ein oder andere Musikbeispiel: www.youtube.com/user/Composerass
Viele Grüße,
Composer ;)
19:49