Hi zusammen,
meine Freundin hat am Wochenende Geburtstag und wünscht sich PRO Tools. Sie spielt seit 14 Jahren Geige, Klavier und singt.
Da es scheinbar eine Kunst für sich ist, eine Beratung übers Telefon Deutschlandweit zu bekommen versuch ich es mal hier...
Hat jemand von euch Erfahrung mit den Protools? Ich tendiere derzeit dazu mir die Trail zu holen, damit wir uns das mal genauer anschauen können.
http://www.avid.com/Trial/ProTools
(Dabei bin ich mir aber nicht sicher ob ich dafür auch den ilok Dongle benötigte oder ob für die Trail der Software-Client von ilok ausreicht.
Es geht ihr darum Geige über ein Mikro einzuspielen, mehrere Spuren übereinander zu legen, Noten schreiben und ggf. über ein E-Piano Klavierstücke direkt in Noten darzustellen. Ist sowas möglich?
Noch wichtig zu erwähnen, es geht mir nicht darum, von euch Empfehlungen für andere Produkte zu erhalten, da ein weit besseres Produkt für sie wohl nur halb so interessant ist und somit die Wirkung des Geschenkes verfehlen würde =)
Danke vorab
Gruß
ferd...



Was besseres als ein laufendes ProTools gibts alternativ nicht. Ausser man mag Mac´s nicht.
Aber...ProTools ist eine reine Soundsoftware/Hardware zum Aufnehmen und Mischen, das kann keine Noten/Partituren ausspielen. Zumindest wäre mir das neu. Da kommst du um kein zusatzprogramm herum. Aber evtl. weiß da einer mehr als ich :)
oaks
14:39
Ich würde dringend einen Blick auf Cubase empfehlen.
Wenn es darum geht, selbst einiges aufzunehmen und dazu noch einige virtuelle Instrumente zu ergänzen, ist Cubase dort einsteigerfreundlicher.
Ich selbst bin gelernter Tintechniker und Produtent.
Gelernt hatte ich an protools, Logic und cubase.
Selbst benutze ein Cubase (und deren Vorgänger) seit über 15 Jahren.
Logic geht da gerade einen unschönen Weg (like Funal Cut)
Protools ist immer noch besonders stark im Bereich Mehrspuraufnahmen und Postpro-Editing.
Cubase ist da (meiner meinung nach) etwas umgänglicher.
Man sollte allerdings auch die neuen nicht aus dem Blick verlieren.
Reaper ist erstaunlich gut.
Hat nicht so viele Plugins mit an Bord. Muss man also noch zukaufen.
Reaper ist ähnlich wie Cubase. Kostet aber nur 50 €.
Bei Reaper kann man kostenfrei testen.
Cubase und Protool benötigen auch für die demo einen Dongle.
Gruss
TD
16:32
Also zum Einstieg finde ich GarageBand eine tolle und unterschätzte Software.
Ist beim Mac gleich "kostenlos" mit dabei. Da kann man auch Noten rauslassen.
Logic finde ich vom Preis her interessant. Kostet in der aktuellen Version nur noch 149 €.
Wenn man sich noch nicht an eine andere Software gewöhnt hat, könnte Logic
aufgrund von Preis / Leistung die richtige Wahl sein.
Aber auch nur für Mac.
Grüße.
Andy
17:50
Ein Hinweis noch.
Wenn man sich an eine Variante gewöhnt hat, möchte man vorerst nicht umsteigen.
Deswegen würde ich gerade bei Logic momentan vorsichtig sein.
Könnte das falsche Pferd sein.
Ist aber auch nicht so schwer, von Logic auf cubase oder Reaper umzusteigen.
Nur Protool ist dann mit etwas längerer Einarbeitung dabei.
17:57
Es kann aber auch sein das Apple bei Logic nicht den Final Cut weg geht.
Sie haben es ja erst kürzlich im AppStore released,
was darauf schließen lassen könnte dass es nicht komplett umgekrempelt wird.
Und es ist ja nicht allzu lange her das sie Logic neu gestaltet haben.
18:08
aber wahrscheinlich hast du recht.
Als Tonstudio z.B. ist es vielleicht zu riskant auf Logic zu setzen.
Allein die Gerüchte das die MacPro Reihe eingestampft werden soll...
18:13
Ach so.. falsch verstanden. Du wolltest ja keine Empfehlungen.
Dennoch will ich sagen.. vielleicht muss es nicht gleich ProTools sein.
18:01
Danke für die Antworten,
es ist genau das passiert was ich anfangs nicht wollte, was aber im Endeffekt wohl doch sinnvoll für uns ist - eine Diskussion und Empfehlungen für andere Tools.
Vorab erstmal: wir nutzen beide Macs, somit hätten wir die Möglichkeit auch Logic zu nutzen. Was aber nach der Beschreibung her nicht direkt empfohlen wird. Reaper ist eine Alternative die ich mir anschauen werde.
Und habe ich das nun richtig verstanden mit Protools kann man keine Noten schreiben bzw. schreiben lassen?
Garageband haben wir auch schon genutzt. Ist auch für die ersten Schritte ausreichend gewesen.
Aber wir haben ein kostbares Gut - das ist ZEIT. Bzw. wir haben es nicht! :) Wir sind nun an einen Punkt angekommen, wo wir bereit sind Geld zu investieren, um etwas aufzubauen und uns in Software einzuarbeiten, mit der wir in 3 Jahren noch arbeiten können ohne bei jedem zweiten Projekt Kompromisse eingehen zu müssen.
Die Thematik mit dem Noten schreiben ist sehr wichtig für uns. Kann Cubase oder Reaper oder ein anderes Tool das out-of-the-box? Noten 'schreiben lassen' (also das über E-Piano eingespielte, als Noten zu notieren - ist nicht kriegsentscheidend)
Wenn es keines der o.g. Tools kann - kann uns jemand denn explizit dafür eine seperate Empfehlung geben?
13:22
Vielleicht mal die Stärken der DAWs auf eine Liste. Eventuell hilfts.
ProTools:
Bandmaschienenorientiertes Arbeiten
Cubase, Logic, Reaper
Midinotationen, Midisteuerung, Midi.
Schwächen aller Probanden:
Notationsexport.
Bei Protools gibts sowas nicht mit in der Grundausstattung.
Bei den anderen schon. Ausser bei Reaper.
Alles in allem kann man solche Notationen allerdings keinem klassischem Musiker vorlegen.
Die Ergebnisse sind sehr sehr schwammig.
Kleines Beispiel:
Ist es nun ein D# oder ein E b ?
Egal. E b kennen wir einfach mal nicht.... usw..
Wenn es um die Erstellung von Notenblätter geht, hab ich ein paar Spezies, die da exta Tools benutzen.
Müsste ich mal nachhacken. Die Namen hab ich gerad nicht im Kopf.
16:47
Hi TechnicalD,
danke - ich habe noch ein paar Fragen zu deinem Post:
1. was meinst du mit Bandmaschienenorientiertes Arbeiten?
2. Hat Protools die Möglichkeit der Midinotation über zB ein e-piano?
2. Zum Thema "Notationsexport": Hast du Notationen schon mit Logic angefertigt?
Derzeit ist meine Meinung so
Protools:
+ = 2x (Direkter Wunsch meiner Freundin, Postproduktion)
- = 3,25x (1,5 für kein Notationsexport, Preis, 0,5 für keine Testversion ohne Dongle, 0,25 für nach deiner Meinung nicht Einsteiger freundlich)
Cubase:
+ = 3x ('stärken' beim selbst Aufnahmen, Notationsexport, Midinotation)
- = 1,5 (Preis, 0,5 für keine Testversion ohne Dongle)
Reaper:
+ = 2x (Preis, 0,5 für Testversion ohne Dongle, 0,5 ähnliches handling wie cubase?!)
- = 1,5x (1,5 für kein Notationsexport)
Logic:
+ = 3x (Preis, 0,25 für kompatibel zur Garagebandprojekten, 0,25 für Applesoftware [sorry bin bis jetzt davon überzeugt =)], 0,5 Handling Intuitiv bzw. Einsteigerfreundlich, Midinotation)
- = 1,5x (Keinen sonderlich guten Ruf)
vorläufiges Fazit:
1. Cubase, Logic (schaue mal ob ich eine Demo von Logic bekomme)
2. Reaper (hier schau ich mir die Demo an)
3. Protools (muss Überzeugungsarbeit leisten, fällt aber wohl raus)
12:38
Logic keinen guten ruf? Also ich finde es hat einen guten Ruf.
Demo gibts leider nicht. Logic ist beliebt und wird gekauft > Da hat Apple es anscheinend nicht nötig eine Demo anzubieten.
Final Cut X z.B. löste bei vielen Käufern große Empörung aus. Massenhaft schlechte Bewertungen im Appstore
und Leute die den kauf rückgängig machen wollten > Und schon gab es eine Trail Version.
Da kann man nur im AppleStore oder in einem Fachhandel testen.
12:54
Bandmaschienen sind die Teile, womit man früher im Studio die Bands aufgenommen hat.
Also jedes Instrument auf ein Magnetband.
An dieser Arbeitsweise ist ProTools besonders angelehnt.
Für Postpro ist das Handling sehr angenehm. (Mache aber schon ewig die Postpro in Cubase. Wenn es mir mal zu gut geht, nehme ich für Musikproduktionen Cubase und für meine Postpro Protools...)
Für alle anderen Fragen ist mir mal was viel besseres eingefallen.
Wie wäre es, wenn du deiner Freundin einen Schnupperkurs schenkst?
Du kannst an dieversen Schulen 1-2 Tage buchen.
Die haben natürlich Protools, Cubase, Logic und noch einiges mehr. Die "neueren" DAWs auf dem Markt werden definitiv immer stärker und kosten nicht unbedingt so viel.
Die Schulen die mir einfallen:
Allen voran:
Cubeaudio
Dann fallen mir spontan noch ein:
Schule für Tontechnik in Wuppertal und Regensburg
die SAE in Köln (und Berlin?)
Da gibt´s sicher noch so einige.
Dort würde ich speziell nachfragen, ob die 3 Tools zum Anfassen dabei sind.
Einfach nen Tag buchen. Dann stellt sich ganz schnell heraus, welche DAW sich am besten anfühlt....
Gruß
TD
12:58
Wir werden uns für Logic entscheiden. Was wir bis jetzt gesehen und gehört haben scheint es für uns wohl die sinnvollste Variante zu sein.
Im Midi und Notationsbereich ist Logic gut aufgestellt und genau da schätzen wir vorerst unser Hauptarbeitsbereich ein. Außerdem bin ich schwer von Applesoftware überzeugt! =)
Danke nochmal für eure Ratschläge
Gruß
ferd
08:26