Biete Drehbuch für Mysterydrama "In Memoriam" (14 Seiten)

Michael

Michael

25 Beiträge seit Aug'09

Forum-Beitrag von Michael am 16.01.2012
 ...
Keines

Beitags-Art: 
Biete
Niveau: 
1 - Grundlagen

Hallo zusammen,

zu meiner gleichnamigen Kurzgeschichte biete ich mein 14-seitiges Mysterydrama-Drehbuch für die Adaption eines nicht-kommerziellen Kurzfilms an.

Download-Link:
http://www.file-upload.net/download-4034 412/In-Memoriam-2012.pdf.html

Kurzinhalt:
Eigentlich wollte Ellen den Abend stimmungsvoll an der Bar ausklingen lassen. Doch dann tritt unvermittelt Tom an sie heran. Was Ellen anfangs als harmlosen Flirt auffasst, wird bald zu einer spannenden und tiefsinnigeren Begegnung, die ihr Leben gehörig durcheinander bringt. Ein ungewöhnliches und für Interpretationen zugängliches Liebesdrama, in dem Fiktion und Realität subtil miteinander verschmelzen.

Autorenvita:
Michael Elflein, geb. 1983, wohnhaft in Erlangen. Kurzgeschichten- und Drehbuch-Autor. Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Anthologien und Magazinen (u. a. Corona Magazine). Eine Verfilmung der Geschichte "Abseits" wurde für den Shocking Shorts Award 2007 nominiert (13thstreet). Im selben Jahr war der Film auf (inter-)nationalen Filmfestivals zu sehen. Mitglied der Bamberger Kurzfilmtage e. V.

Bei Interesse und für weitere Infos freue ich mich auf eure Nachricht.

Viele Grüße
Michael

www.michael-elflein.de

Antworten

Hallo,

Dein Drehbuch liest sich sehr gut. Die Dialoge finde ich auch sehr gut und passend. Den Inhalt muss ich noch sacken lassen…

Grüße

#1
16.01.12
21:25
7River
7River

Hmmmm, lässt mich etwas ratlos zurück. Auf den Twist am Ende habe ich ab der Mitte gelauert, schön , das ich auch mal recht hatte.
Die Dialoge sind mir zu "deutsch". Da müsste man vielleicht nochmal drüber, da sich mir bei manchen Sätzen die Nackenhaare sträuben, wenn meine Schauspieler so reden würden.
Um Längen besser als der Schrott, der sonst hier abgeworfen wird und alles in allem eine interessante Idee, die zum Schluß die Frage aufwirft "Wie kriegt man eine Drehgenehmigung auf einem Friedhof?" (als Indiefilmer).

#2
17.01.12
00:40
tomatentheo
tomatentheo

Jou, das klingt schon ganz nett. tomatentheo hat ja schon das wesentliche gesagt.

Zur Frage der Drehgenehmigung auf Friedhöfen - das geht durchaus, z.B.:
http://www.bbfc.de/WebObjects/Medienboar d.woa/wa/CMSshow/1021161

Zu beachten ist allerdings, daß andere Kommunen da unter Umständen andere Vorstellungen oder Gebote / Verbote haben - muß man dann halt recherchieren :-)

Neben den doch ziemlich hölzernen Dialogen gefällt mir allerdings z.B. Szene #7 ganz und gar nicht, in dem ellenlang erklärt wird, was wann mal geschehen ist: Das ist das Zeichen dafür, daß es dem Autor nicht gelungen ist, die Story in Bildern zu packen. Das, was der da sabbelt, solltest du ZEIGEN.
Wird bei uns auch gern "Erklärbär" genannt....

Don't tell it - show it!

#3
17.01.12
10:31
Lou_Ziffer
Lou_Ziffer

Besten Dank für euer hilfreiches Feedback! Ich werde das Drehbuch noch überarbeiten, insbesondere Szene #7. Vielleicht gelingt es mir, die Story besser in Bilder zu packen.
Zu den "hölzernen" Dialogen: Könnt ihr mir evtl. ein Beispiel nennen, was aus eurer Sicht umformuliert gehört, da zu deutsch, etc.? Mir fehlt inzwischen ein wenig der Abstand zum Skript.

#4
18.01.12
17:50
Michael
Michael

Interessanter Begegnung zwishen Ellen und Tom. Viel Dialog, aber ich würde es als Dialogfilm lassen. Sie ist traumatiziert und will reden. Kann man ja vielleicht ein bischen von Mitleid aushalten.

#5
18.01.12
22:15
JoeQuarantaine
JoeQuarantaine

Könnt ihr mir evtl. ein Beispiel nennen, was aus eurer Sicht umformuliert gehört, da zu deutsch, etc.?

In Szene 3 sind ein paar Sachen, die ich noch nie jemanden so sagen gehört habe: "Ich fürchte, jener Abend vor anderthalb Jahren wird mir immer ein Rätsel bleiben." Sowas LESE ich in Büchern, aber reden Leute wirklich so?

Ich finde das Gespräch in Szene 6/8 irgendwie.... skurril? Er spricht mehr zum Zuschauer als zu ihr. Warum nennt er seinen Nachnamen, wenn er doch mit ihr verheiratet ist? Er sucht sie schon solange.... jaja... alles schön... Mir ist schon klar, das du den Zuschauer doof halten musst, aber wenn man seinen Wissensstand nimmt, müsste er m.E. nach anders reden. Vertrauter?
Ich hab gerade ne alte Staffel "24" durch und mich zwischendurch furchtbar über die Dialoge aufgeregt, wenn Captain Obvious wieder auftritt. (Den fliegt gleich ne Bombe um die Ohren, die Zeit läuft ab und sie sagt zu ihrem Techniker 'Ich brauche die Daten sofort!' Ja logisch sofort... Das weiß der auch, sie weiß es, denn es ist ihr frakkin Job, aber müssen sie es nun nochmal erzählen?)

Deswegen würde ich in den Dialogen mich aufs notwendige beschränken und den Rest den Schauspielern und den Zuschauern überlassen. Das wird schon. Beide sind intelligenter, als man glaubt.....

#6
21.01.12
12:52
tomatentheo
tomatentheo

Hier ein paar andere Wörter für "hölzern": theatralisch, gestelzt, melodramatisch, unnatürlich, aufgesetzt, unauthentisch, pseudo, übertrieben, künstlich, artifiziell, klapprig, holprig, unecht ...
Bei Dir haben die Sprecher den Tonfall eines verstaubten Märchenerzähler, der sich an Kinder richtet, die 1930 geboren sind und die noch nie ein Märchen gehört haben. Da beide Figuren diese Pose einnehmen, unterstelle ich Dir als Zuschauer, dass es nicht bewusst geschehen ist und es "Deine" Stimme ist und nicht die Stimme der beiden Figuren. Das wird dadurch noch unangenehmer, dass die Dialoge zu lang sind und zu wenig Informationen transportieren (und diese auch mehr an den Zuschauer richten ("Table Dusting").

#7
21.01.12
13:39
Futz
Futz

...what he said...

#8
21.01.12
14:00
tomatentheo
tomatentheo

....what is told...

#9
22.01.12
00:53
Lou_Ziffer
Lou_Ziffer

Da du deine Geschichte im

Da du deine Geschichte im münchener Raum angesiedelt hast, hier der schönste Friedhof in München auf dem wir auch schon gedreht haben. Schau Dir auf Google Earth die Bilder an, man könnte glauben es handelt sich um den Zentralfriedhof in Wien. Benutze bei Flickr die Diashow Funktion um die Bilder mit Vollbildschirm anzusehen.
http://www.flickr.com/search/?q=s%C3%BCd friedhof%20m%C3%BCnchen
http://dl.dropbox.com/u/18366184/Ortsmar kierung%20ohne%20Namen.kmz

#10
22.01.12
19:57
Rudolf.H
Rudolf.H

Unabhängig von irgendwelchen Dialog Wünschen hier, ist die Geschichte absolut meine Kragenweite.
Ehrlich gesagt, gefällt sie mir so gut, daß ich sie gerne verfilmen würde.

Frank

#11
22.01.12
14:04
Postmaster
Postmaster

Ich habe auch schon mein Interesse angemeldet.

#12
22.01.12
14:05
Rudolf.H
Rudolf.H

Na also, dann machts doch zusammen. Räumlich seid ihr doch nicht sooooo auseinander.
@Postmaster: Wenn du auf solche Geschichten stehst, hab ich noch eine für dich, muss ich aber erst wiederfinden. Die ist noch vertrackter.

#13
22.01.12
14:46
tomatentheo
tomatentheo

Würde ich gerne, aber da er in seiner Geschichte auf einem Friedhof in München schreibt, wird er nicht mehr in Erlangen wohnen. Meine Hauptdarstellerin wohnt auch in Erlangen und da die Rolle wenig Aufwand für sie wäre, könnte schon sein dass sie zustimmt.

#14
22.01.12
14:57
Rudolf.H
Rudolf.H

Oooooch Leute..... das ist ein FRIEDHOF. Kein Mensch interessiert, wo der steht. BREAK spielte in den Rockys, da war auch keiner von uns. Und APPARATSPOTT im Weltall, da war.... ach.... macht doch was ihr wollt....

#15
22.01.12
18:22
tomatentheo
tomatentheo

nette kleine Geschichte,

nette kleine Geschichte, allerdings kommt sie mir extrem bekannt vor. Ich glaube, hab diese kleine Geschichte schon als Kurzfilm gesehen (in ganz ähnlicher Form)...und zwar bei dieser Mystery Serie (X-Factor) mit Jonathan Frakes. Bin nicht 100% sicher...aber eigentlich doch.

..fonz

@Rudolf: ich finde es recht anmaßend, direkt Textänderungen zu posten, das stellt den Autor etwas schlecht dar. Das kann man machen, wenn man die Erlaubnis hat, den Film zu machen.

#16
22.01.12
19:21
Der Fonz
Der Fonz

Wenn du das so siehst, dann nehme ich meinen Vorschlag einfach wieder raus. Aber was ist mit deiner Anspielung? Steht damit der Autor besser da?
@Michael:
Zu den "hölzernen" Dialogen: Könnt ihr mir evtl. ein Beispiel nennen, was aus eurer Sicht umformuliert gehört.
Tut mir Leid Michael dass ich es wieder herausgenommen habe, leider wurde mein Beispiel als anmaßend empfunden.

#17
22.01.12
23:52
Rudolf.H
Rudolf.H

War keine Anspielung und hab

War keine Anspielung und hab ja den Film dazu nicht gepostet ;-) und es heißt ja nicht, daß er es geklaut hat.

Mir ist das auch schon passiert, daß ich etwas geschrieben habe, oder dabei war, und meine Frau mir dann sagte, dass ihr das bekannt vorkommt. Manchmal ist einem das auch nicht bewust, dass man gesehenes einbaut, weil man schon so viel gesehen hat.

so what?

#18
22.01.12
20:21
Der Fonz
Der Fonz

Wenn man es so schreibt, hört es sich viel besser an, vorher war es nur eine Anspielung. Oder, um es abzuschwächen, man könnte es als Anspielung auffassen.

Es sollte eigentlich nur eine nette Retourkutsche sein, nichts Abendfüllendes.

#19
22.01.12
20:45
Rudolf.H
Rudolf.H

Ich sehe schon, an die Dialoge muss ich noch mal ran. Ein Drehbuch liest sich doch anders als eine Kurzgeschichte. Das Gespräch sollte möglichst authentisch rüberkommen. Vermutlich bleibt es beim Dialogfilm, ich werde mir aber auch zu Szene #7 noch mal Gedanken machen.

Vielen Dank für die Links! Von Atmosphäre und Story her würde München sehr gut passen. Allerdings wäre mir der Ort erstmal zweirangig ... Auch in Erlangen, Nürnberg oder sonstwo wäre ein Dreh denkbar.

Über die Rechtevergabe/Erlaubnis können wir uns gerne per Private Message abstimmen.

Inspiriert hat mich tatsächlich eine Mystery-Serie aus den 90ern, allerdings nicht "X-Factor", sondern "Nowhere Man". Die Serie selbst hab ich aber nie gesehen, nur die Idee als Inspiration für ein eigenes Skript herangenommen. Mag sein, dass es Ähnliches schon gibt, was mir beim Schreiben nicht so bewusst war. Letztendlich waren die meisten Ideen wohl auf die eine oder andere Weise schon mal da, es ist schwer, das Rad neu zu erfinden.

Mich persönlich stört es übrigens nicht, wenn direkt Textänderungen gepostet werden. Im Gegenteil, ich hab ja sogar um Beispiele gebeten, da mir allmählich der Abstand zum Skript fehlt.

#20
23.01.12
20:16
Michael
Michael

dann ist ja alles ok. Ich sagte ja auch nicht, daß du was geklaut hast, sondern lediglich, daß es mir bekannt vorkommt, was allerdings oft vorkommt, da wie du sagst, alles irgendwie schonmal da war.

keep cool

#21
23.01.12
21:29
Der Fonz
Der Fonz

Wie wäre es, wenn wir ein Forums Projekt daraus machen und uns damit an diesem Youtube Wetbewerb beteiligen?

Ich wäre bereit Kamera und gerne auch Regie (wenn das sonst niemand machen möchte) zu machen.
Irgendjemand für die anderen Positionen dabei?

Frank

#22
23.01.12
21:36
Postmaster
Postmaster

Ich wäre auch dabei und würde den Ton übernehmen, kommt nur darauf an wo wir drehen wollen.

#23
24.01.12
12:52
Rudolf.H
Rudolf.H

München wäre wegen dem offenen Friedhof natürlich perfekt, bin aber auch für andere Locations zu haben.
An Equipment hab ich alles was wir brauchen, das wäre also schon mal kein Problem.
Wie schaut´s aus Jungs?

Frank

#24
24.01.12
17:36
Postmaster
Postmaster

Ich hatte nur den Friedhof in München erwähnt, weil ich der Meinung war, dass Michael München als Drehort vorziehen würde. Aber da es nicht so ist, kann es natürlich jeder andere Ort sein. Sollte Interesse bestehen würde ich mich bereit erklären, schnell eine kleine Webseite zu basteln.

#25
24.01.12
18:03
Rudolf.H
Rudolf.H

Das wär doch schon mal ein Anfang.

Wie sieht´s mit Schauspielern aus? Irgendwelche Vorschläge?
Freiwillige vor.

#26
24.01.12
18:07
Postmaster
Postmaster

Jüngere Schauspieler zu finden ist glaube ich einfach. Den alten Mann, etwas schwieriger denke ich. Bei mir haben sich so einige gemeldet, darunter auch Theaterschauspieler die natürlich mit ihren Kollegen enger verbunden sind und vielleicht selbst Vorschläge hätten. Aber ich halte mich vorläufig zurück, vielleicht gibt es ja ein paar Vorschläge von anderen.
Hätte ein schönes Titelbild gefunden.
http://dl.dropbox.com/u/18366184/Memoria m.html

#27
24.01.12
18:47
Rudolf.H
Rudolf.H

YouTube-Wettbewerb. Welche?

#28
24.01.12
21:34
JoeQuarantaine
JoeQuarantaine

Von mir aus gerne als Forums-Projekt! Wie würde das ablaufen?

Was genau ist dieser Youtube-Wettbewerb? Ich würde es schön finden, wenn der Film nach Fertigstellung auf nationalen, evtl. internationalen Filmfestivals eingereicht werden könnte. Aber vermutlich schließt das eine Teilnahme an dem YouTube-Wettbewerb nicht aus? Welches Format würde sich für den Dreh anbieten?

Jetzt kommt es darauf an, wer alles Interesse hat, bei dem Projekt mitzuwirken.

Der Drehort wäre für mich zweitrangig, für einen Antrag beim Filmbüro Nürnberg müsste der Dreh aber z. B. in Nürnberg stattfinden.

Überhaupt bereitet mir die Finanzierung bzw. Sponsorensuche noch die größte Sorge. Es wird sicherlich ein No oder Low Budet-Film werden, ich möchte nur nicht, dass eine laienhafte Adaption draus wird. Was müsste bei einer Kalkulation alles berücksichigt werden, was ist an Equipment bereits alles vorhanden?

Ich selbst hab leider keinerlei Filmerfahrung, war bisher nur (Drehbuch-)Autor.

@ Rudolf: Wäre super, wenn du eine kleine Webseite basteln könntest. (EDIT: http://dl.dropbox.com/u/18366184/Memoria m.html - Vielen Dank!)

Das Titelbild finde ich für den Anfang schon mal nicht schlecht, evtl. zu "gothic".

Ich denke auch nicht, dass es ein Problem sein wird, Jungschauspieler zu finden. Beim alten Mann dürfte das schwieriger werden ...

#29
25.01.12
18:16
Michael
Michael

Leider weiß ich nicht, was für einen Wettbewerb Postmaster angesprochen hat.
Mit der Filmförderung ist es so eine Sache, aber auf der Webseite des FBF steht, dass in diesem Frühjahr noch zusätzlich ein Termin zur Einreichung einer Filmförderung ausgeschrieben werden soll. Aber da die Ausschreibung bei You Tube terminlich auch festgelegt ist, wird das mit der Filmförderung nichts werden.
Um das Bild auf der Webseite anzusprechen. Es ist ein Bild das in meinem Besitz ist und zumindest mystisch aussieht.

#30
25.01.12
20:22
Rudolf.H
Rudolf.H

Das hier hab ich gemeint: http://www.youtube.com/yourfilmfestival

#31
27.01.12
15:06
Postmaster
Postmaster

Ja, den kenn ich. Konnte gut sein. Jury wählt die Beste zum Publicvoting. Danach noch die Finale.

Ist Ridley und Tony Scott hinter, aber mein Eindruck ist nicht dass es nur deshalb nur mit Action geht.

Darf auf Deutsch sein, Frist letzte März, heißt Winterfriedhof, ohne grüne Baume. Muss nur alles mehr dunkel und weniger Romatisch machen.

#32
27.01.12
18:47
JoeQuarantaine
JoeQuarantaine

Das Licht ist an einem bedeckten Wintertag mit Schnee auf einem Friedhof sowieso interessanter als bei eitel Sonnenschein. Wird der Sache einen extra Kick geben, was die Atmosphäre betrifft.

#33
27.01.12
19:01
Postmaster
Postmaster

Klingt gut. Aber wäre das zu schaffen bis Ende März?

Eitel Sonnenschein muss nicht zwingend sein, sehe ich genauso. Ich hätte spontan ja mystischen Herbstnebel schön gefunden, aber sicherlich hat auch das Licht an einem Wintertag mit Schnee etwas sehr Reizvolles. Auch im Winter könnte Jonathan die Gräber pflegen, indem er z. B. Winterheide pflanzt oder sie mit Tannenzweigen versieht ...

#34
28.01.12
01:54
Michael
Michael

Wer weiß wie das Wetter bis dahin ist. Kann alles voller Schnee sein oder schon Frühlingshaft.
Wenn wir das durchziehen wollen, sollten wir bis Mitte März fertig sein, weil ich danach einen Monat lang in Wuppertal einen Krimi drehen muss. Wobei ich denke, daß die Dreharbeiten selbst gar nicht so lange dauern, die Vorbereitung ist es was Zeit braucht.

#35
28.01.12
02:00
Postmaster
Postmaster

Es wäre natürlich wichtig dass der Film etwas Atmosphäre bekommt, das Bild am Friedhof wäre in kürzester Zeit zu machen, danach könnten wir ja ein wenig pausieren. Ich werde ein paar e-Mails schreiben um einen alten Mann aufzutreiben. Michael könnte einen Friedhof in Erlangen oder Nürnberg suchen. Ich besitze einen Wohnwagen, den ich an die Drehorte mitnehmen kann, zum aufwärmen.
Die Straßenszene machen wir wegen dem Schnee gleich mit.

#36
28.01.12
21:05
Rudolf.H
Rudolf.H

Hier das überarbeitete Drehbuch:
LINK GELÖSCHT

Lesen sich die Dialoge nun authentischer, oder immer noch nach "verstaubtem Märchenerzähler"?

Nach Szene 7 hab ich ein paar Ergänzungen eingebaut, die Tom zeigen, wie er sich nach dem Erwachen in der fremden Wohnung umsieht. Vielleicht lässt sich so die Story noch etwas besser in Bilder packen. Es wird aber letztendlich beim Dialogfilm bleiben, der sich aus meiner Sicht hier anbietet, da sich Ellen ihre Geschichte von der Seele reden möchte.

Lou_Ziffer hat sicherlich recht, dass man prinzipiell das Gesprochene zeigen soll ("Don't tell it - show it!), aber das hätte bedeutet, das komplette Buch umzuschreiben; es wäre eine vollkommen andere, längere Story geworden. Womöglich lohnt sich eine Ausarbeitung der Kurzgeschichte, aber das wäre ein eigenes Projekt.

Da der Film evtl. in Nürnberg spielen wird, hab ich den Ort gleich von München auf Nürnberg geändert.

Über Feedback wäre ich euch noch mal dankbar, besten Dank vorab!

#37
01.03.12
22:41
Michael
Michael

Die Friedhofsverwaltung Nürnberg hat online ihren "Antrag auf Drehgenehmigung":
http://www.nuernberg.de/internet/friedho fsverwaltung/formulare.html

Wie wäre es z. B. mit dem Friedhof in Nürnberg St. Johannis (historisch der bedeutendste in Nürnberg)? Er liegt an einer Hauptstraße, allerdings müsste man ja nicht direkt neben der Straße drehen?
LINK GELÖSCHT

Ruhiger und mehr im Grünen scheint der Nürnberger Südfriedhof zu liegen (größter städtischer Friedhof).

Übersicht:
http://franken-wiki.de/index.php/N%C3%BC rnberger_Friedh%C3%B6fe

#38
01.03.12
22:41
Michael
Michael

Irgend etwas funktioniert nicht richtig an der Geschichte. Das Zusammentreffen in der Kneipe müsste anders ablaufen. Wenn Thomas die Kneipe kennt, in der seine Frau verkehrt, kennt er auch die Wohnung in der sie wohnt. Soll es ein zufälliges zusammentreffen sein, oder ist er in der Kneipe und hofft sie dort zu finden. Wenn er sich an seine Frau erinnert, muss zumindest irgendwie Plausibel sein, in was für einem Verhältnis er zu seiner Frau stand. Bei diesem Zusammentreffen wird nichts davon klar und verwirrt doch sehr. Er geht auf seine Frau zu,in dem Wissen dass sie ihn eventuell nicht kennt und tut aber so dass sie in unbedingt kennen muss. Wenn plausibel wird dass er aus dem Haus geht und auch die Stadt nicht kennt und in die Kneipe rein zufällig kommt. Würde das zusammentreffen auch wieder grundlegend anders ausfallen müssen.

#39
30.01.12
21:29
Rudolf.H
Rudolf.H

Die Begegnung in der Kneipe war reiner Zufall. Geht man von einer Parallelwelt aus, so kennt Tom zwar die Stadt und er kann sich an seine Freunde und Bekannte erinnern, doch diese nicht an ihn. Das Leben seiner Freunde und Bekannte verläuft anders als er es kennt, es ist ein Leben ohne ihn, es deckt sich nicht mit seinen Erinnerungen. Dementsprechend leben seine Freunde und Bekannte auch in anderen Straßen/Stadtteilen. Auch er ist in einer ihm fremden Umgebung erwacht.

Tom kennt weder die Lieblings-Kneipe noch das Wohnhaus seiner Frau. Nach einer langen Suche nach Beweise für seine Identität hat er die Hoffnung, seine Ehefrau noch zu finden, schon beinahe aufgegeben. Er ist in die Kneipe gegangen, um einfach was zu trinken.

TOM
Nein, Ellen. Ich will kein Geld. Ich will, dass du mir einfach nur zuhörst. Ich weiß, ich mache nicht gerade den besten Eindruck auf dich. Aber ich konnte doch nicht ahnen, dass wir uns heute begegnen, verstehst du? Ich hab dich so lange gesucht und heute tauchst du einfach so auf! Ich kann es kaum glauben!

Als er Ellen sieht wird er ganz aufgeregt und weiß zunächst nicht, wie er reagieren soll. Er befürchtet, dass auch sie ihn nicht erkennt. Andererseits denkt er, zumindest seine Ehefrau muss sich doch an ihn erinnern. Wenn nicht sie, wer sonst? Also spricht er sie an, als ob sie sich kennen würden ... Eine Hoffnung, die sich bald zerschlägt.

Wäre es aus deiner Sicht plausibler, wenn er sie ansprechen würde wie eine Fremde und der Leser/Zuschauer länger den Eindruck hat, er wolle mit ihr flirten, ehe er mit der Sprache herausrückt?

Wie meinst du das, es muss noch irgendwie plausibel werden, in was für einem Verhältnis er zu seiner Frau stand? Ob sie glücklich waren oder nicht oder dergleichen?

Ausschnitt aus der ersten Version des Drehbuchs:

THOMAS
Wir waren ein Paar, hatten tolle Jobs, viele Freunde ... und plötzlich war alles aus. Von einem Tag auf dem anderen hab ich alles verloren ...

Diese Sätze sind entfallen. Würdest du sie wieder aufnehmen? Oder dem Zuschauer das Verhältnis der beiden irgendwie anders näher bringen?

Das Verhältnis der beiden, nämlich dass sie glücklich waren, wird ja eigentlich mit dem Foto wiedergespiegelt:

Ellen nimmt ein Foto aus der Tasche und gibt es Jonathan. Es ist das Hochzeitsfoto von Ellen und Thomas. Sie sehen glücklich aus. Jonathan betrachtet es.

Tom hat seine Ehefrau bisher nicht gefunden, weil sie in der Parallelwelt, in die er hineingeschlittert ist, überhaupt nicht verheiratet sind, sie folglich auch nicht in der gemeinsamen Wohnung lebt, in der er sie vermutet. Stattdessen lebt Ellen in einem ganz anderen Stadtteil. Auch über den Namen hat er sie nicht ausfindig machen können, da er nach einer "Ellen Fraier" gesucht hat, sie hier aber noch ihren Mädchennamen "Ellen Mai" trägt.

Ist das halbwegs nachvollziehbar? Oder sind noch Logikfehler im Skript bzw. weitere Erläuterungen notwendig?

#40
30.01.12
22:31
Michael
Michael

Unabhängig davon finde ich, dass das erste Problem noch nicht gelöst ist. Ich finde, die erste (bzw. 3.) Szene hat noch viele gesprochene Sätze, die überflüssig sind und die sich ersatzlos streichen oder durch Handlung ersetzen ließen (wie zum Beispiel Kopfschütteln, "Hand auf die Schulter legen" oder so).

Beispiel:
Jonathan: Entschuldigung. Ich wollte Sie nicht erschrecken.
Ellen lächelt mühsam. Ellen: "Schon in Ordnung. Ich war etwas in Gedanken."

=> Ich gehe mal von hinten nach vorne. Das ist vermutlich Geschmackssache, aber dieses "etwas" klingt mir sehr aufgesetzt (oder eben "hölzern"). Ich frage mich, ob ich in der Situation den Satz überhaupt sagen würde. Das Problem ist, dass er keinen Subtext hat. Sie sagt einfach genau das, was mit ihr ist und das ist sehr schnell langweilig und für viele ein Don't. Was wäre denn, wenn sie gar nichts sagt, sondern nur mühsam lächelt? Schon hat man ein Bild und es geschieht was und man hat was zu sehen, ein Geheimnis.

Auch "Ich wollte sie nicht erschrecken" hat keinen Subtext. Abgesehen davon: Dass er sie nicht erschrecken wollte, weiß jeder. Ersatzlos streichen. Und auch das "Entschuldigung" könnte problemlos einer Geste oder einem entschuldigendem oder aufmunterndem Lächeln weichen oder sonstwas.
Und so weiter ...

Es geht mir nicht darum, Deinen Text zu zerpflücken oder zu zertrampeln, sondern ich will an dem Beispiel deutlich machen, wo ich die Schwierigkeiten mit dem Stil habe. Wenn Du nicht meiner Meinung bist, dann mach es auf jeden Fall so, wie es Dir am besten gefällt.

Mein Hauptproblem mit der Szene ist allerdings, dass es keinen Konflikt gibt und dafür erscheint sie mir zu lang. Die ganze Szene selbst hat quasi keinen Subtext und ist reine Exposition. Laut Lehrbuch peppt man die wenigstens ein wenig auf (wie McKee sagt: "Turn exposition into ammunition."). Das ist ein wichtiger Grund, warum die beiden mehr mit der Kamera als miteinander reden. Was wäre, wenn Ellen extrem grantig und abweisend wäre und Jonathan dagegen versucht, sie aufzuheitern. Das könnte sich ziemlich weit steigern. Ellen könnte ihn anfahren. Wer gewinnt? Gibt Jonathan auf? Schlägt Ellen ihn sogar? Was muss sie unternehmen, bis er endlich geht? Was für Register zieht Jonathan, um Ellens Stimmung zu verbessern und was sagen sie über seinen Charakter? Welche Phasen macht Ellen durch? Lässt sie vielleicht erst ihre Wut an Jonathan aus, um dann am Ende doch zusammenzubrechen und zu weinen? Während das passiert, könnte man wunderbar die Informationen einstreuen, die Du loswerden willst - aber bitte nicht ohne Subtext in die Kamera, sondern mit ihrer Hilfe den Konflikt weitertreiben. Es gibt natürlich noch tausend andere Konfliktmöglichkeiten für die Szene.

Vielleicht kannst Du ja was mit den Hinweisen anfangen und im besten Fall inspirieren sie Dich ein wenig. Oder Du hast auch hier eine andere Meinung und Dir gefällt es so besser und Du lässt es einfach so. Am Wichtigsten ist schließlich, dass Du die Geschichte so erzählst, dass sie Dir selbst gefällt.

#41
30.01.12
23:19
Futz
Futz

Ich werde Szene 3 noch etwas straffen und Dialog nach Möglichkeit durch Gesten ersetzen. Dieses "etwas" gibt es in der aktuellen Version schon gar nicht mehr. Evtl. lasse ich Szene 1 mit Ellen beginnen, da in der Regel der Protagonist (bzw. die Protagonistin) ja zuerst im Bild ist.

Einen Konflikt will ich zwischen Ellen und Jonathan nicht aufbauen. Der ergibt sich schon zwischen Ellen und Tom. Lieber also die Friedhofsszene kürzen ... Ellen möchte sich ihre Geschichte von der Seele reden, da ist sie froh, als der Friedhofsgärtner sie anspricht, ich kann sie mir so gar nicht garstig, abweisend oder aggresiv vorstellen.

Eher baue ich das Konfliktpotential zwischen Ellen und Tom weiter aus, was Abweisung, Wut, Aggressionen, Stimmung, etc. angeht.

Mit deinen Hinweisen kann ich auf alle Fälle etwas anfangen und sie inspirieren mich, auch wenn ich deine Meinung nur teilweise teile. Mir ist es auch wichtig, dass mir die Geschichte weiterhin gefällt, ich bin aber für Kritik offen und gerne bereit weiter nachzubessern, wenn ich das Gefühl habe, dadurch mehr Potential ausschöpfen zu können.

#42
01.02.12
19:11
Michael
Michael

Prima, hau rein!

#43
02.02.12
12:00
Futz
Futz

Hat sich Postmaster von dem Projekt zurückgezogen? Ich hatte gedacht er hat Interesse daran. War leider 3 Tage weg und hab den Jungs am Bodensee in Konstanz geholfen.
Gruß Rudolf

#44
04.02.12
16:25
Rudolf.H
Rudolf.H

Nein, bin schon da.
Ich war die Woche zur Preproduction in Wuppertal und hab heute den ganzen Tag gedreht.

Frank

#45
04.02.12
21:26
Postmaster
Postmaster

Wie gesagt, ich biete mich an, dabei den Ton zu machen und Schauspieler zu organisieren, wenn du keine eigenen Vorschläge dazu hast. Konstanz war schweinekalt die Crew war super motiviert trotz der langen Drehzeiten und kurzen Ruhepausen.

#46
04.02.12
21:51
Rudolf.H
Rudolf.H

Die Anfangsszene ist nun deutlich gestrafft. Mir sind noch ein paar Ungereimtheiten aufgefallen, die ich nun ausgemerzt habe, u. a. zur Wohnung. Auch war unklar, warum Tom Ellen so lange vergeblich gesucht hat, wenn er doch so verzweifelt auf der Suche nach ihr war.

Ein paar Tage brauche ich noch, ich poste das neue Drehbuch gegen Mitte/Ende der Woche hier online.

Momentan ist es ruhig um das Projekt geworden. Ich hoffe und würde mich sehr freuen, wenn weiterhin Interesse besteht.

Nachfolgend das "Pitch Paper". Wenn aus eurer Sicht noch etwas nicht nachvollziehbar oder zu offen ist, würde ich mich über Hinweise und Anregungen freuen.

---

Eigentlich will Ellen an dem Abend nur ein Bier in der Kneipe trinken. Doch dann tritt Tom an sie heran und behauptet felsenfest, er wäre ihr Ehemann. Was Ellen anfangs als Flirt auffasst, wird bald zu einer tieferen Begegnung, die ihr Leben gehörig durcheinander bringt. Tom erzählt ihr, er wäre eines Morgens in seiner Wohnung erwacht und die Möbel wären nicht mehr da gewesen. Sein Name stand nicht mehr am Klingelschild. Er rief seine Freunde und Bekannte an, doch keine einzige Nummer stimmte mehr. Es schien ganz so, als würde er nicht mehr existieren.
Verwirrt machte er sich zunächst auf die Suche nach seinen Eltern. Er fand sie, nur um festzustellen, dass sich sein Vater und seine Mutter noch nie im Leben begegnet waren, geschweige denn sich an ihn erinnerten. Verschiedene Ideen, was geschehen sein könnte, gingen ihm durch den Kopf. Die Einsamkeit machte ihm zu schaffen. Umso erfreuter war er, als er Ellen zufällig in der Kneipe begegnet. Nach ihr suchte er bislang vergeblich, da Ellen getrennt lebend ist und noch unter anderem Namen lebt. Ellen ist sich in der Kneipe zunächst unschlüssig, was sie von Toms Geschichte halten soll und hört erst einmal zu. Dann trifft sie eine Entscheidung.
Ein ungewöhnliches Liebesdrama, in dem Fiktion und Realität subtil miteinander verschmelzen. Das Ende ist für Interpretationen zugänglich, dennoch verstärkt sich die Theorie, dass Parallelwelten mit variablem Verlauf die Ursache sein könnten.

#47
17.02.12
23:51
Michael
Michael

Alle guten Dinge sind drei

Alle guten Dinge sind drei ... Hier die neue, aus meiner Sicht deutlich bessere Version. Ist alles plausibel? Über konstruktive Kritik würde ich mich wieder freuen.

LINK GELÖSCHT

#48
01.03.12
22:42
Michael
Michael

Nach kleinen Änderungen hier die finale Version. Besten Dank an Rudolf und allen, die mir mit ihrem Feedback geholfen haben!

http://www.file-upload.net/download-4159 135/In-Memoriam-V4-2012.pdf.html

#49
01.03.12
21:08
Michael
Michael
 
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