Grad drin gewesen... war eine 1A-Lektion, wie man einen Twistfilm, der klüger als das Publikum sein will, nicht macht, weil Buch und Regie den Film so dämlich erzählen, dass sie sich schon zu Beginn selbst verraten und man sich gute 2 Stunden fadisiert und drauf wartet, dass es dann so kommt, wie man's die ganze Zeit schon gewusst (ja, gewusst, nicht geahnt) hat. Dagegen war 6th Sense ja ein hochintelligentes Meisterwerk - und selbst der hat seine Weisheit nicht unbedingt mit dem Löffel gefressen.
Ohne groß zu spoilern, nach ca 15min sollte jeder halbwegs unverblödete Zuseher einen starken Verdacht haben, wohin's geht - und mit stark meine ich, sämtliche Alarmglocken und Bombensirenen sollten losheulen und der einzige Zweifel an diesem Verdacht sollte der für die Angeklagten sein, nämlich dass Scorsese und Co NICHT so blöd sind und den Verdacht bestätigen und eventuell was viel Besseres vorhaben. Aber nein, haben sie nicht: Sie sind noch blöder und, Pi mal Daumen 20min in der Handlung, liefert der Film vor vollem Saal ein GESTÄNDNIS ab: Er IST so blöd. Für wie dumm hält man als Regisseur sein Publikum bzw. was sagt es über dessen eigenen Horizont aus, wenn der Hauptdarsteller in einem unfreiwilligen Hercule Poirot Moment, sagen wir mal spoilerschonend, zwei Zahlen zu 66 addieren kann und EINS zu 67 fehlt und diese fehlende Eins die Lösung zum Twist darstellt und diesem Moment leiblich vor uns steht? Diese Szene ist wirklich so, als ob jemand in einem Agatha Christie Film in der Mitte vom ersten Akt aufsteht und sagt, "der Gärtner war's!" und dann alle bis zum Schluß so tun, als hätten sie es nicht gehört. Alles, was da noch fehlt, wäre ein EINSER-Nummernshirt als zweiter Wink mit dem Zaunpfahl, dann wär' das ganze wenigstens zum Lachen - der Film verbringt die restlichen 2 Stunden allerdings wirklich damit, uns plumpest zu erklären, dass 66+1 tatsächlich 67 ist - und so war's einfach nur lächerlich.
Das ist ein Film, dessen Romanvorlage (wenn die genauso gestrickt ist, wie der Film) nie optioniert hätte werden dürfen, nicht als Vehikel für Scorsese und DeCaprio. Für mehr als eine durchschnittliche Folge in einer Mystery-TV-Serie hält diese unbedarfte Story nämlich nicht her.
Scorsese sollte bei Mafia-Filmen bleiben, denn von Kap der Angst, Gangs of New York, Departed und jetzt Shutter Island schwankt alles zwischen wirr zusammengeschustert und keinen Plan von den Genres.
Edit: Und die allerletzte Szene ist nicht nur grenzenlos pathetisch, sondern auch ein vollkommener Bruch mit den Absichten, die die Personen mit Person Nummer 67 die ganze Zeit hatten. Denn offensichtlich ist ja Nummer 67 tatsächlich das, was sie die ganze Zeit von ihr wollten und tut nur auf plumpe Weise anders. Aber diese Person neben Nummer 67 ist so blöd, wie das Publikum für blöd gehalten wird und bleibt sitzen, anstatt den Erfolg zu melden. Haha, das rafft jetzt echt keiner, der den Film nicht kennt :))



wärst halt nochmal in avatar gegangen, aber neeeeeein, du musst ja unbedingt was neues ausprobieren...
01:44
also ich fand ihn geil...bei titanic hab ich`s ende gewusst, avatar hat den schlechtesten filmplot des jahres überhaupt, da wusste ich bereits nach einer minute wie das ende ist und ich habe S.I. eher wegen leonardo de caprio geschaut. hammerleistung und wohl deshalb fand ich den film auch super. atmosphäre und look waren auch bombe. da fand ich die schlecht animierten fabeltiere in avatar um längen schlimmer. die sahen einfach nur plastisch, gummiartig und unecht aus.
10:13
Wir reden hier aber über Shutter Island und nicht Avatar und Co - und wenn ich als Zuseher bei einem Film, dessen Hauptprämisse der große Twist am Ende ist, diesen im ersten Akt auf dem Silbertablett serviert bekomme und die restliche Zeit damit verbringw, dass mir der Twist mit endlosen Dialogen und Bildern, die per Holzhammer zu psychologisieren versuchen, Schritt für Schritt erklärt wird, dann hat er meiner Meinung nach als Film vollkommen versagt. Wenn ich nach 5min weiss, wer und warum in einem Whodunit der Mörder ist, ist der Rest doch kaputt, das Ende vom Witz verraten und dann ist es peinlich, wenn der Erzähler so tut als ob's keiner bemerkt hat, einfach weiterredet und den Witz beim Erzählen auch noch zu erklären versucht. Im Prinzip ist Shutter Island nix anderes als Identity für Arme - der war zwar auch nicht das Gelbe vom Ei und hat sich auch ziemlich Anfangs verraten, aber man konnte bis zum Ende nie ganz sicher sein, ob's nun wirklich so ist und deswegen einigermassen mitfiebern.
11:25
Ich weiß zwar nicht wer der Mörder ist, aber ich weiß wo der Leuchturm auf dem Shutter Island-Plakat her ist. Mich freut das besonders (Und Formbund Nico vielleicht auch noch), das ein Teil meiner Heimat es auf das Plakat geschafft hat. Und spätestens seit der Erwähnung von Identity (danke, Herr Koller) weiß ich wohin die Reise geht. Da schau ich lieber nochmal "Up in the air"
11:33
Ups.. wollt ihn Dir nicht verspoilern :)
11:43
Zur Strafe sage ich dir, des es bei "Up in the air" um Flugzeuge geht....so!
13:40
Bei dem war ja die Handlung auch extrem vorhersehbar!
22:52
SPOILER KOMMENTAR!!!!!!!!
Also mich hat der Film insgesamt auch stark enttäuscht.
Das Ende hatte ich mir schon gedacht, als er das zweite mal Pillen bekommen hat, wegen Migräne!!!. Ich hoffte aber das es nicht so ist. Also es dann für einen Moment so schien das die Leute versuchen IHN Verrückt zu machen, kam bei mi rnoch einmal Hoffnung auf. Aber Pustekuchen.
Aber auch sonst hat der Film erhebliche schwächen.
Er ist zB. nicht sehr sauber geschnitten und hat sehr viele Kontinuitätsfehler.
Gerade Blickrichtungen ändern doch oft von Schnitt zu Schnitt.
Mag sein das das vielleicht sogar geplant war um den ganzen Film etwas "verrückt" zu machen. Ich hoffe jedoch nicht.
Auch sonst ist die Inzinierung etwas komisch. Gleich zu beginn. Das Boot kommt zu Küste. Einer auf dem Boot sagt ES ZIEHT EIN STURM AUF. Leo schaut in den Himmel. Gegenschnitt auf den Steg......Entweder zeigt man wie Leo wieder runter schaut oder man zeigt Himmel. Aber so wies gemacht ist, stört es einfach.
Oder die haben so Regenjackenan, auf dem Friedhof. Gehen dann in die Krypta ziehen die aus. Die Wächter kommen und sie lassen ihre Jacken zurück, laufen statdessen mit ihren normalen Sachen durch den Regen. Wodurch sie ihre Sachen wechseln müssen, was ja einen erheblichen Storyeinfluss hat.
Einführung LEUCHTTURM. Bilde ich mir das ein oder laufen die da DIRKET dran vorbei? Aber als er dann RICHTIG dort ankommt ist dazwischen ein dicker Wassergraben.
Warum hat der das Auto angezündet? Total Sinnlos. Und jetzt sagt nicht das da der "Feuerteufel" aus ihm gesprochen hat. Der Character des Feuerteufels war auch irgendwie totaler Quatsch.
Und von sowas gibts noch vieles mehr. LEIDER. Ich wollte ja das der Film ne wucht wird. Ist er aber nicht geworden.
Positives gibt aber auch. Leo ist super!!! Das Licht ista uch super. Genauso gibt es doch einige geile Kameraeinstellungen, wenn auch viele davon schon im Trailer zu sehen waren.
Stimmung und Musik haben ihren Höhepunkt gleich zu beginn. Der Anfang ist eh das Highlite des Filmes.
Von mir eine 6/10
01:14
@pale
Ja, stimmt, er ist schlampig geschnitten, war in Departed und Gangs auch schon teilweise auffällig, das ist, bin ich mir so gut wie sicher, keine Absicht, sondern die haben da anscheinend öfters einfach kein Footage, das zusammenpasst, anders erklärt sich das unmotivierte Hinundhergeschneide beim Dialog auf dem Schiff auch nicht - fügt sich aber schön zu den schluddrigen Greenscreenaufnahmen vom Schiff, der Klippe und der elendslangen Jeepfahrt dazu.
02:26
Meine Theorie, warum das eventuell so ist das kein Take richtig zusammen passt, ist die Schauspielführung von Scorsese.
Der holt lieber aus jedem take das Maximum aus den Schauspielern herraus als das er sagt WENN DER SCHAUT MUSST DU DIE WAFFE HEBEN. Sicher sollten die Schauspielprofies ihr Timing für jeden Take wiederholen können. Aber oft brauch man nur eine Sekunde hinterher hängen und schon passt es nicht.
13:01
Moment mal, zur Ehrenrettung von Martin Scorsese und Thelma Schoonmaker, seiner Editorin --- ist ein Film wirklich "schlampig" geschnitten, nur weil manche Anschlüsse nicht matchen? Da kommt's doch schon auf etwas mehr an ...
21:26
Von mir aus kann man es auch der Continuity in die Schuhe schieben.
So oder so fällt es auf....
22:40
Hab den Film jetzt auch gesehen und ich fand ihn richtig, richtig gut. Sicherlich ist es keine Meisterleistung schon am Anfang das Ende zu Wissen, aber es ist zum Glück nicht jeder so Intelligent wie Herr Koller. Außerdem gibt es ja in einem Film noch andere Stellen ausser Anfang und Ende. Dazwischen, ja genau, dazwischen passiert auch noch was und das Dazwischen war sehr Unterhaltsam.
Ob der Film schlampig geschnitten ist oder nicht, interessiert doch keine Sau.
13:58
muss mich hotzen anschließen!
ich fand den film großartig!! und im zählen bin ich nich gut also is mir wurscht wieviele patienten auf der insel hocken
ich habe im letzten jahr wirklich viele filme gesehn und auch analysiert aber SI hat mich endlich mal wieder in einen bann gezogen und ich war voll in der story .
fazit: koller ist einfach zu klug um den film zu genießen
06:26